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Katja Bahlmann

Tag der Feuerwehr!

Tag der Feuerwehr!
Hier einige Bilder aus Zeitz. Ein großes Dankeschön an alle Kameradinnen und Kameraden für das uneigennützige Engagement für die Gesellschaft.

Katja Bahlmann

Weiteres seniorenpolitisches Bürgergespräch

Am 16.05.2019 fand ein weiteres seniorenpolitisches Bürgergespräch, diesmal in Zerbst, statt. Auch hier wurden viele seniorenpolitische Themen besprochen. Es ging unter anderen um Benachteiligung der Rentner im Osten, Finanzierung bei Pflegebedarf, Freizeitangebote für Seniorinnen und Senioren, Strukturen für die Ansprechpartner bei Beratungsbedarfen zu unterschiedlichen Themen. Eine breite Palette, die zur enntnis genommen werden muss. Diese Dinge werden Eingang finden in unseren Antrag.

Vielen Dank für die vielen Anreegungen.

Risiko bei E-Autos bleibt unkalkulierbar für den Brandschutz

Aus der MZ vom 17.05.2019

VON ANGELIKA ANDRÄS     Foto: Krimmer

ZEITZ/MZ Elektrofahrzeuge bleiben eine Herausforderung für die Feuerwehren. Das bestätigen auch die Antworten, die Landtagsabgeordnete Katja Bahlmann (Die Linke) auf eine Kleine Anfrage vom Minister für Inneres und Sport Holger Stahlknecht (CDU) erhielt. Entgegen einer in den Medien aufgetauchten Aussage, dass es in absehbarer Zeit Löschanweisungen geben soll, heißt es ganz klar aus dem Ministerium: „Löschanweisungen sind nicht vorgeschrieben und werden durch die Hersteller nicht bereitgestellt.“

„Elektroautos sind relativ neu im Straßenverkehr. Insofern gibt es auch in Sachsen-Anhalt nur wenig Erfahrungen mit entsprechenden Unfällen“, erläutert Bahlmann, „vor allem die Lithium-Batterien der Fahrzeuge stellen die Feuerwehren vor große Probleme.“ Immerhin würden bei den Fahrzeugen Spannungen von 400 bis 600 Volt auf den Leitungen anliegen, wenn die Batterie nicht vom Bordnetz getrennt sei. „Wenn Einsatzkräfte am Unfallort eintreffen, erkennen sie nicht, ob das Fahrzeug stromlos ist.“ Das stelle eine unkalkulierbare Gefahr für die Einsatzkräfte dar.

Stahlknecht verweist darauf, dass bereits von der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren und des Deutschen Feuerwehrverbandes Empfehlungen veröffentlicht worden seien. Dabei gebe es auch allgemeine Hinweise zu Grundsätzen bei der Brandbekämpfung. Diese sollen offensichtlich ausreichen: Nicht nur Löschanweisung wird es nicht geben, auch eine Verständigung mit den Kommunen sei nicht geplant. Denn Brandschutz und Hilfeleistungen, so Stahlknecht, seien Aufgaben des eigenen Wirkungskreises der Gemeinden. Die erhalten aber auch keine Unterstützung, um den erhöhten Anforderungen bei der Brandbekämpfung gerecht zu werden.

„Das Land unterstützt die Feuerwehren durch die Bereitstellung eines Merkblattes für Einsätze bei Ereignisse mit Elektrofahrzeugen“, zitiert Katja Bahlmann aus der Antwort, die sie erhalten hat.

Wachsende Altersarmut in Ostdeutschland bekämpfen

Gemeinsamer Aufruf der Volkssolidarität, der Landtagsfraktion DIE LINKE und des Landesverbandes DIE LINKE Sachsen-Anhalt

Die Altersarmut in Sachsen-Anhalt nimmt zu. Die Zahl derjenigen, die Grundsicherung beantragen müssen, weil ihre Rente nicht ausreicht, steigt. Die Situation ist aber weitaus dramatischer als die offiziellen Zahlen bei der Beantragung der Grundsicherung zeigen. Denn viele der Antragsberechtigten nehmen die ihnen zustehende Hilfe nicht in Anspruch. ... WEITERLESEN

Pressegespräch zum Strukturwandel in Naumburg

Hier der Artikel aus der MZ vom 07.05.2019

Katja Bahlmann

3 Kleine Anfragen zum Strukturwandel

Strukturwandel in der Braunkohleregion

Strukturwandel in der Braunkohleregion (Teil I)

Vorbemerkung der Fragestellenden:

Im Abschlussbericht der „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung – KWSB“  wurden per Beschluss vom 26.01.2019 Maßnahmen zur Begleitung des Strukturwandels und damit verbunden Projektlisten der sogenannten Braunkohleländer erarbeitet und festgeschrieben. Die Inhalte der Projektliste werfen gerade in den betroffenen Landkreisen Sachsen-Anhalts viele Fragen auf. Auf Rückfrage in den Landkreisen wurde die Einbeziehung dieser durch das Land Sachsen-Anhalt bei der Erarbeitung der Projektliste verneint.

Ich frage die Landesregierung:

1. Welcher Personenkreis aus Sachsen-Anhalt zeichnet sich für die Erarbeitung der Projektlisten für die Braunkohleländer verantwortlich?

2. In welcher Art und Weise wurden die betroffenen Landkreise (Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz und ggf. weitere) in die Erarbeitung der Projektliste für Sachsen-Anhalt einbezogen?

3. Seit welchem konkreten Zeitpunkt war das Land Sachsen-Anhalt vom Bund (von der Bundesregierung) in die Erarbeitung der Projektliste  involviert?

4. Welche Kriterien und Rahmenbedingungen hat die Landesregierung für die Entscheidungen zu den Projekten der Projektliste zugrunde gelegt? Durch wen wurden diese Kriterien und Rahmenbedingungen vorgegeben bzw. erarbeitet?

5.Aus welchem Grund wurden die Bürgermeister der Städte und Gemeinden des „Kernreviers“ im Burgenlandkreis nicht in die Erarbeitung der Projektliste für Sachsen-Anhalt einbezogen?

Strukturwandel in der Braunkohleregion (Teil II)

Vorbemerkung der Fragestellenden:

In der Staatskanzlei hat sich eine Interministerielle Arbeitsgruppe „Strukturwandel in der Braunkohlenregion“ gegründet. In der Mitteldeutschen Zeitung vom 13. April 2019 wurden die so genannten Leuchtturmprojekte der Landesregierung im Rahmen des Strukturwandels, in den vom Kohleausstieg betroffenen Ländern und Landkreisen, veröffentlicht.

  1. Inwieweit sind alle diese Vorhaben mit der zuvor tagenden Interministeriellen Arbeitsgruppe beraten worden? Wenn nicht, weshalb sind sie dort nicht beraten worden?
  2. Inwieweit sichert die Landesregierung zu, dass die Vorstellungen und Pläne der betroffenen Landkreise (Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz und ggf. weitere), Städte und Gemeinden zur Förderung des Strukturwandels berücksichtigt werden?
  3. Mit welchen Maßnahmen sichert die Landesregierung die regelmäßige Kommunikation mit den betroffenen Landkreisen (Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz und ggf. weitere) und ihren Vertreter*innen ab?

Strukturwandel in der Braunkohleregion (Teil III)

Vorbemerkung der Fragestellenden:

Im Rahmen des vorgelegten Abschlussberichts der „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung - KWSB“ in der Braunkohlenregion im Land Sachsen-Anhalt werden Maßnahmen zur Förderung der Bildungsinnovationen und Bildungsstruktur in Erwägung gezogen.

Ich frage die Landesregierung:

  1. Welche Kenntnis hat die Landesregierung über bildungspolitische Vorhaben und Innovationen im Rahmen der Förderung des Strukturwandels im Burgenlandkreis?
  2. Welche dieser Vorschläge werden in künftige Planungen und Finanzierungen einbezogen? Welche werden nicht einbezogen und warum nicht?

Weiteres seniorenpolitisches Bürgergespräch

Hier ein Artikel aus der Volksstimme vom 09.04.2019:

„Programm der Landesregierung ist in die Jahre gekommen“
Katja Bahlmann, seniorenpolitische Sprecherin von Die Linke, kritisiert unter anderem Infrastruktur im ländlichen Raum für ältere Menschen

Von Anke Reppin (Volksstimme) Foto Anke Reppin

Burg l Zum seniorenpolitischen Gespräch hatte die Fraktion Die Linke im Landtag von Sachsen-Anhalt Seniorenvertreter und weitere Interessierte aus der Kreisstadt eingeladen. In gemütlicher Runde ging es bei Kaffee, Tee und Keksen um Fragen wie Mobilität im Alter, Beratungsangebote sowie Demokratie und Mitbestimmung für ältere Menschen.
Ziel von insgesamt acht Bürgergesprächen und drei Fachgesprächen ist es, einen Maßnahmenplan für eine seniorengerechte Politik zu erarbeiten.
Während die drei Fachgespräche mit verschiedenen Experten im Magdeburger Landtag stattfinden, tourt Katja Bahlmann, Sprecherin für Seniorenpolitik der Landtagsfraktion Die Linke durch ganz Sachsen-Anhalt, um die Bürgergespräche zur Thematik zu führen.
Vor Ort nimmt Bahlmann die Anliegen von Seniorinnen und Senioren auf, um die ersten Überlegungen der Fraktion weiter zu entwickeln.
Zum Hintergrund sagt sie: „Bei meinen Recherchen bin ich in Brandenburg auf einen seniorenpolitischen Maßnahmenplan gestoßen, den die Landesregierung dort sogar mit fünf Millionen Euro finanziert.“ In Sachsen-Anhalt sei das seniorenpolitische Programm der Landesregierung hingegen „in die Jahre gekommen“. Zudem laufe es im Jahr 2020 aus.
„Wir haben eine große Anfrage an die Landesregierung gestellt, um zu erfahren, welche Maßnahmen dieses Programmes sich als sinnvoll erwiesen haben und welche nicht“, so Bahlmann. Ihre Fraktion wolle aus den Antworten Rückschlüsse für den eigenen, in Arbeit befindlichen Maßnahmenplan ziehen.
Erste Überlegungen betreffen beispielsweise die Themen „Wohnen im Alter“, „Schutz vor Kriminalität“ und „Leben mit Digitalisierung“. Auch Ideen wie die Schaffung von Seniorenzentren im ländlichen Raum oder die Einrichtung regionaler Patenschaftsprogramme „Ich helf‘ Dir, Du hilfst mir!“, stehen bereits auf der Agenda. Gesundheitspolitische Aufgaben und Rentenfragen sind ebenfalls aufgeführt.
Insgesamt 37 wichtige, ältere Menschen betreffende Punkte hat die Linke bereits aufgelistet, um sie im Anschluss an die Fach- und Bürgergespräche weiter auszubauen.
Die Mobilität älterer Menschen sei ein oft angesprochenes Thema, so die seniorenpolitische Sprecherin von Die Linke. Den Senioren sei es wichtig, die Frage zu klären: „Wie komme ich irgendwo hin und auch wieder zurück?“ So ist die Idee entstanden, ein Taxi-Angebot für ältere Menschen in Sachsen-Anhalt ins Leben zu rufen, das an das fifty-fifty Taxi für Jugendliche angelehnt ist. Bei der fifty-fifty-Taxi-Aktion fahren junge Menschen nach der Disco für die Hälfte des regulären Fahrpreises mit dem Taxi. Die andere Hälfte der Kosten übernehmen das Land und Sponsoren.
„Warum soll das nicht auch für Senioren gehen, die nach dem Besuch einer kulturellen Veranstaltung abends mit dem Taxi nach Hause fahren wollen?“, fragte Katja Bahlmann.
Die Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Burg, Karin Langner, brachte das Thema „Senioren und Kinder“ ein. In Burg habe man mit Veranstaltungen, die ältere Menschen und Kinder zusammen bringen, gute Erfahrungen gemacht. Zu einem seniorenpolitischen Maßnahmenplan hoffe sie, dass es nicht nur bei Gesprächen bleibe, sondern dass auch konkrete Dinge, wie beispielsweise die landesweite Umsetzung eines Seniorentickets, ermöglicht werden.
Katja Bahlmann sprach sich darüber hinaus für die flächendeckende Einrichtung von Seniorenbeiräten in allen Gemeinden und Städten aus. Auf diese Weise könnten die Interessen älterer Menschen vor Ort gebündelt und anschließend dem Kreistag und auch dem Landtag vorgetragen werden. Seniorenbeiräte seien wichtige Beratergremien für ältere Menschen auf der einen sowie Gemeinde- und Stadträten, Kreistag und Landtag auf der anderen Seite.

Katja Bahlmann

Umfang der Steuerpflicht für Seniorinnen und Senioren

Katja Bahlmann zu TOP 24: Umfang der Steuerpflicht für Seniorinnen und Senioren im Rentenbescheid einfügen

In einigen Monaten ist es wieder soweit, die Rentnerinnen und Rentner bekommen wieder mehr Geld. In Sachsen-Anhalt sind das ganze 3,91 Prozent. Toll, mag man im ersten Moment denken, doch ganz so toll beim zweiten Blick auf die Rentenerhöhung finden es dann viele Rentnerinnen und Rentner doch nicht mehr, denn genau diese bevorstehende... WEITERLESEN

Hier der Link zum Video: https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/# 

Katja Bahlmann

Kleine Anfrage

Gewässer- und Hochwasserschutz an der Weissen Elster im Burgenlandkreis

Gewässer- und Hochwasserschutz an der Weissen Elster im Burgenlandkreis

Nach dem „Jahrhunderthochwasser“ im Juni 2013 und bis dato ist am Flusslauf der Weissen Elster ab der Landesgrenze Thüringen bis über die Kreisgrenzen des Burgenlandkreises hinaus festzustellen, dass teils umfangreicher Wildwuchs, Windbruch, Totholz und Versandungen den Flusslauf der Weissen Elster beeinflussen und teilweise stark behindern. In den letzten Jahren waren leider keine umfangreichen Gewässerunterhaltungsmassnahmen durch das Landesamt für Hochwasserschutz erkennbar.

Ich frage die Landesregierung:

1. Wann, wo und mit welchen konkreten Maßnahmen wurde die Gewässerunterhaltung der Weissen Elster im Abschnitt von der Gemarkung der Verbandsgemeinde Droyssiger-Zeitzer Forst, der Stadt Zeitz und der Gemeinde Elsteraue bis zur Kreisgrenze des Burgenlandkreises durchgeführt? Bitte auch die aufgewendeten Kosten pro Maßnahme angeben!

2. Welche konkreten Gewässerunterhaltungsmassnahmen sind bis zum Jahr 2021 in diesem Bereich mit welchen Kosten geplant?

3. Ist der Landesregierung durch den Burgenlandkreis ein ereignisbezogener Notfallplan Hochwasserschutz Zeitz nach dem Hochwasser 2013 mit Einarbeitung der aus diesem Hochwasser gezogenen Konsequenzen angezeigt worden bzw. liegt ein solcher vor?

4. Wenn es einen solchen ereignisbezogenen Notfallplan nicht gibt, welche Maßnahmen kann das Land ergreifen, dass sowohl die Stadt Zeitz als auch der Landkreis einen solchen erstellen.

5. Welche Möglichkeiten der Prüfung sieht die Landesregierung ob das EDV-Programm des Katastrophenschutzamtes durch den Burgenlandkreis im Rahmen des Katastrophenschutzes auf dem aktuellsten Stand gehalten wird?

6. Welche konkreten Katastrophenschutzeinrichtungen hält der Burgenlandkreis für den Hochwasserfall an der Weissen Elster an welcher Stelle vor?

7. Wie bewertet die Landesregierung die vorhandenen Katastrophenschutzeinrichtungen des Burgenlandkreises für den Hochwasserfall an der Weissen Elster?

Katja Bahlmann

Meine kleine Anfrage zum Thema soziale Beratung für Seniorinnen und Senioren

Soziale Beratung für Seniorinnen und Senioren in Sachsen-Anhalt - regional erreichbar und ausgewogen

Hier die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung

Vorbemerkung des Fragestellenden:

Die größte Bevölkerungsgruppe im Land Sachsen-Anhalt, die Seniorinnen und Senioren, sind vielfältig auf Unterstützung und Hilfe der Gesellschaft angewiesen. Dazu zählt auch eine fundierte, fachgerechte soziale Beratung für Fragen in allen Lebensbereichen und rund ums Alter sowie Beratung und Hilfe bei der Bewältigung ihres Alltags zu Hause. Es geht dabei oftmals um Beratung zu Ansprüchen gegenüber den Kostenträgern und darum, individuelle passende Versorgungsangebote zu finden. Aber nicht nur die Seniorinnen und Senioren selbst benötigen diese fachliche Unterstützung und Beratung, auch den Angehörigen, Freunden und Nachbarn von hilfebedürftigen Menschen muss dieses Angebot zur Verfügung stehen.

Antwort der Landesregierung erstellt vom Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Vorbemerkung der Landesregierung: Die Altenhilfe fällt rechtlich nach § 71 SGB XII i. V. m. § 97 Abs. 1 SGB XII in die sachliche Zuständigkeit der örtlichen Träger der Sozialhilfe, d. h. der Landkreise und kreisfreien Städte im eigenen Wirkungskreis.

Die Drucksache steht vollständig digital im Internet/Intranet zur Verfügung. Die Anlage ist in Word als Objekt beigefügt und öffnet durch Doppelklick den Acrobat Reader. Bei Bedarf kann Einsichtnahme in der Bibliothek des Landtages von Sachsen-Anhalt erfolgen oder die gedruckte Form abgefordert werden.

Sie finden das Dokument auf der Landtagsseite unter der Drucksache 7/4033

Katja Bahlmann

 

Mittwoch, 17. April 2019 von 10:00 bis 13:00

Zweites Senior*innenpolitisches Fachgespräch

Öffentlich

 · Gastgeber: Fraktion DIE LINKE im Landtag von Sachsen-Anhalt

                       Domplatz 6-9, 39104 Magdeburg

 

Katja Bahlmann

Förderung des ehrenamtlichen Engagements in der Freiwilligen Feuerwehr

Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage

Antwort der Landesregierung auf meine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung

Abgeordnete Katja Bahlmann (DIE LINKE)

Förderung des ehrenamtlichen Engagements in der Freiwilligen Feuerwehr

Kleine Anfrage - KA 7/2309

Vorbemerkung des Fragestellenden: In der Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage zur „Situation der Feuerwehren in Sachsen-Anhalt“ (Drs. 7/3111) heißt es zur Frage, wie die Zugehörigkeit zur freiwilligen Feuerwehr oder die Bereitschaft in dieser mitzuwirken bei den Stellenausschreibungen in den Landkreisen und Kommunen sowie der weiteren öffentlichen Verwaltung besonders berücksichtigt wird, dass in den Stellenausschreibungen der Stadt Halberstadt folgender Zusatz eingefügt wird: „Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt.“ Ferner ist dazu in der Drucksache zu lesen: „Dieses Kriterium wird seitens des Instituts für Brand- und Katastrophenschutz (IBK) Heyrothsberge ebenfalls gefordert.“

Antwort der Landesregierung erstellt vom Ministerium für Inneres und Sport Namens der Landesregierung beantworte ich die Kleine Anfrage wie folgt:

1. Welche Gemeinden, Verbandsgemeinden und Landkreise sowie welche öffentlichen Einrichtungen und Betriebe in Sachsen-Anhalt haben den oben genannten oder einen ähnlichen Passus in ihren Stellenausschreibungen zu jeweils welchem Zeitpunkt aufgenommen?

2. Wie viele Beschäftigte des öffentlichen Dienstes waren am 31. Dezember 2018 in jeweils welcher Gemeinde aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr?

3. Welche Gemeinden fördern das Engagement in den Freiwilligen Feuerwehren mit welchen Maßnahmen (z. B. mit einer Ehrenamtskarte, Vergünstigungen etc.)?

Die Fragen 1 bis 3 werden nach Beteiligung der Landkreise und kreisfreien Städten zusammengefasst tabellarisch nur in Bezug auf die Kommunen beantwortet (siehe Anlage). Eine Zuarbeit des Bördekreises ging trotz diesbezüglicher Nachfragen durch das Landesverwaltungsamt nicht ein. Aufgrund der Vielzahl von öffentlichen Einrichtungen und Betrieben in SachsenAnhalt in verschiedenster Trägerschaft konnte dieser Teil in der für die Beantwortung Kleiner Anfragen zur Verfügung stehenden Zeit und bei fortwährender Aufgabenerledigung von den Landkreisen und kreisfreien Städten nicht beantwortet werden.

Sie Anlagen finden Sie auf der Lantagsseite unter der Drucksache 7/4048!

Katja Bahlmann

Antwort auf meine kleine Anfrage

Förderung des BOS-Digitalfunk bei den Freiwilligen Feuerwehren

(Ausgegeben am 05.03.2019)

Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung

Abgeordnete Katja Bahlmann (DIE LINKE)

Förderung des BOS-Digitalfunk bei den Freiwilligen Feuerwehren Kleine Anfrage - KA 7/2310

Vorbemerkung des Fragestellenden: Das Ministerium für Inneres und Sport kündigte in einem Schreiben vom 16. November 2018 - gerichtet an die Landkreise, kreisfreien Städte, Einheits- und Verbandsgemeinden - an, dass das Land Sachsen-Anhalt die Anschaffung neuer Handsprechfunkgeräte des nichtpolizeilichen BOS-Digitalfunk finanziell unterstützen wird. Die Förderung soll für die Haushaltsjahre 2019 und 2020 über das Landesverwaltungsamt erfolgen. Bisher wartet die kommunale Ebene aber vergebens auf konkrete Hinweise und Regelungen zur Förderung. Antwort der Landesregierung erstellt vom Ministerium für Inneres und Sport Namens der Landesregierung beantworte ich die Kleine Anfrage wie folgt:

1. Wie soll die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren mit BOS-Digitalfunk gefördert werden?

2. Welche Regelungen zum Zuwendungsverfahren, insbesondere zu den Zuwendungsvoraussetzungen sowie die Art, den Umfang und die Höhe möglicher Zuwendungen sind vorgesehen?

Die Fragen 1 und 2 werden zusammenhängend beantwortet. Die Ersatzbeschaffung von BOS-Digitalfunkgeräten für die Kommunen wird aus dem Sonderförderprogramm Brandschutz seitens des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt. Bei der Förderung handelt es sich um eine Projektförderung mit einer Festbetragsfinanzierung von 400 Euro pro auszutauschendem Handsprech- 2 funkgerät. Es werden Ersatzbeschaffungen für Handsprechfunkgeräte des Typs Sepura SRH 3900 gefördert, die im Rahmen der Einführung des Digitalfunks seinerzeit vom Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt beschafft und an die Kommunen für Zwecke des Brandschutzes übergeben wurden. Die Sonderförderung ist für die Haushaltsjahre 2019 und 2020 vorgesehen.

3. Bis wann teilt das Landesverwaltungsamt den Landkreisen, kreisfreien Städten, Einheits- und Verbandsgemeinden verbindlich weitere Einzelheiten zum Zuwendungsverfahren mit?

In Vorbereitung der Förderungen der Ersatzbeschaffung der Digitalfunkgeräte wurden durch das Ministerium für Inneres und Sport die kommunalen Spitzenverbände auf Arbeitsebene beteiligt. Die Unterrichtung der Landkreise, kreisfreien Städte sowie der Einheits- und Verbandsgemeinden des Landes Sachsen-Anhalt zur finanziellen Unterstützung bei der Beschaffung neuer Handsprechfunkgeräte erfolgte mit Schreiben des Ministers für Inneres und Sport vom 16. November 2018. Dieses Schreiben wurde auch nachrichtlich dem Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalt sowie dem Landkreistag SachsenAnhalt übersandt. Weitere Informationen erfolgten durch das Ministerium zeitnah zu den Dienstberatungen mit den Kreisbrandmeistern und Gemeindewehrleitern sowie dem Landesverwaltungsamt. Seitens des Landesverwaltungsamtes wurden zwischenzeitlich die Einzelheiten des Zuwendungsverfahrens erarbeitet und ein Antragsformular erstellt. Nach der innerbehördlichen Abstimmung im Landesverwaltungsamt wurden den Kommunen die Unterlagen, einschließlich Antragsvordruck, in der zweiten Hälfte des Monats Februar zur Verfügung gestellt.

4. Ab wann können den Landkreisen, kreisfreien Städten, Einheits- und Verbandsgemeinden Fördermittel zur Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren mit BOS-Digitalfunk zufließen?

Die Kommunen können die Anträge, einschließlich der kommunalaufsichtlichen Stellungnahmen, ab Bereitstellung der Vordrucke bis spätestens 30. April 2019 beim Landesverwaltungsamt einreichen. Danach erfolgt die Bescheidung der Anträge, sodass im Anschluss unmittelbar mit der Ersatzbeschaffung begonnen werden kann. Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt entsprechend der haushaltsrechtlichen Regelungen des Landes. Bewilligte Fördermittel können von den Kommunen im Bewilligungszeitraum abgefordert werden, wenn sie innerhalb von zwei Monaten für fällige Rechnungen verwendet werden.

Katja Bahlmann

Armutsfeste Renten sichern - Altersarmut bekämpfen

Meine Rede heute im Parlament

Hier der Link zur Rede: https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/plenarsitzungen/31-sitzungsperiode/#section-video-19-3 

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,

als ich diesen, unseren Antrag zur armutsfesten Rente erarbeitete, erhielt ich die Nachricht, dass die SPD nun am heutigen Tag mit uns allen auch über das Thema Grundrente reden will. Das trifft sich aber gut, dachte ich mir, denn hätten Sie, liebe Abgeordnete der SPD, heute dieses Thema nicht auf die Tagesordnung gesetzt - gekommen wäre es ohnehin – denn nämlich dann in der Debatte um unseren Antrag - er war schon fast Abgabe bereit zu diesem Zeitpunkt. Aber sei es wie es ist – am Ende bleibt, ich habe mich gefreut und für mich und viele Menschen in diesem Land ist diese aktuelle Debatte heute ein klares Zeichen, dass sich die SPD doch auf ihr soziales Gewissen zurück besinnt und das finde ich gut und unterstützenswert. Herzlichen Dank!

Die gesetzliche Rente muss endlich wieder zum Leben reichen und den Lebensstandard, den sich die Menschen im Laufe ihres Arbeitslebens geschaffen haben, ganz klar sichern. Die Rente muss vor Armut im Alter schützen. Mittlerweile ist es so, dass jeder fünfte Rentner in Deutschland arm ist – er ist arm, weil er über ein Einkommen als allein lebender Rentner von weniger als 1096 Euro verfügt. Betroffen davon sind in Deutschland 1,2 Millionen Männer und 1,6 Millionen Frauen im Alter von 65 Jahre plus. 2,8 Millionen Menschen in der Bundesrepublik Deutschland - und der Osten? Hier sind es Prozentual noch mehr Rentnerinnen und Rentner als im Bundesdurchschnitt, die altersarm sind – das hatten wir schon mit unserer Großen Anfrage im Jahr 2017 klar und deutlich herausgearbeitet – was ist seither hier im Land und im Plenum passiert? Ich glaube mich zu erinnern, dass es nicht viel ist und daher ist die heutige Debatte ein wichtiger und richtiger Schritt.

Es darf nicht sein, liebe Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete, dass eine Verkäuferin, die über 40 Jahre lang ihre Arbeit im Sinne der Kundinnen und Kunden für die Wertschöpfung dieses Landes gearbeitet hat nur 420,00 Euro als Rente bezieht. In meiner eigenen Familie ist das nicht die Ausnahme. Davon kann man die, in den letzten Jahren exorbitant gestiegenen Lebenshaltungskosten wie Miete, Strom, Heizung, Wasser, Abwasser, Müllgebühren, Steuern, Versicherungen und Telefon nicht bezahlten – und da hat die ehemalige Verkäuferin sich noch nicht ernährt, keine Zuzahlungen beim Arzt oder für Medikamente bzw. Hilfsmittel geleistet. Damit ist man im Alter auch noch nicht mobil – denn auch Mobilität kosten Geld, egal ob ein eigenes kleines Mini-Auto oder der Fahrschein für den nächsten Bus um Einkaufen zu fahren, auch das ist mit 420 Euro nicht drin. Aber auch das ist noch nicht alles – selbst Kleidung, ein gutes Buch oder ein Besuch im Kino, Theater oder selbst ein Fahrrad um von A nach B zu kommen – von 420 Euro im Monat? Das kann man vergessen und das wissen auch sie meine Damen und Herren Abgeordnete. Meine Frage an Sie – wöllten Sie so leben? Ich denke die Antwort liegt klar auf der Hand – keiner von Ihnen hier im Plenarsaal möchte im Alter so leben. Und weil das so ist, ist es unangebracht dies von anderen zu verlangen. Alle politischen Entscheidungsträger reden von Teilhabe, von Teilhabe an der Gesellschaft - sie reden davon, dass der Vereinsamung im Alter mit Maßnahmen zu begegnen ist, um wiederum Krankheiten wie Altersdepression zu vermeiden – Altersdepression ist nachweislich eine Folge von Vereinsamung – mit 420 Euro Rente im Monat – wird Vereinsamung gefördert, meine Damen und Herren Abgeordnete, denn Teilhabe an der Gesellschaft kostet nun mal eben auch Geld, Geld was altersarme Menschen eben nicht haben und das gilt ganz entschieden zu ändern.

Und wissen Sie, ich bin richtig begeistert, dass nicht nur wir Politiker uns Gedanken machen, wie es mit der Lebensstandard sichernden Rente weiter gehen kann. Die Gewerkschaften haben sich bereits in den Diskurs um dieses Thema eingebracht und nennen die Grundrente der SPD einen guten Vorschlag, um Altersarmut zu vermeiden. Wer langjährig gearbeitet und in die Rentenversicherung eingezahlt habe, müsse mehr haben als die bloße Grundsicherung, so die Gewerkschaften. Eine Bedürftigkeitsprüfung dürfe es laut der Gewerkschaften und SPD nicht geben, ich glaube, da sind wir uns einig. Und wenn ich dazu in der Presse gestern lesen musste, die SPD würde Politik für Randgruppen betreiben, dann ist das unerträglich, den die Rentner in diesem Land stellen mit ihren 26% und damit über einem Viertel am Gesamtanteil der Bevölkerung Sachsen-Anhalts mit Sicherheit keine Randgruppe dar und genau diese Bevölkerungsgruppe ist nicht zu unterschätzen – meine Damen und Herren.

In anderen ostdeutschen Ländern werden die Pläne zur Grundsicherung ebenso begrüßt. Die Thüringer CDU und die Thüringer SPD sehen diese als „Muss“. Auch wir finden diese Pläne einen Schritt auf dem richtigen, sozialen Weg - allerdings ist uns als Linke die Schrittlänge noch zu kurz – aus diesem Grunde fordern wir in unserem Antrag, dass Sie alle und die Landesregierung sich auf Bundesebene für eine Mindestrente einsetzen, die ihren Namen auch verdient – sie muss mindestens 1050 Euro betragen und steuerfrei sein und das bereits zum 1. Juli 2019 - das ist das Mindeste, was den Menschen für ein arbeitsreiches Leben und ihren Beitrag für unsere Gesellschaft zusteht. Die Rente muss deutlich über dem Existenzminimum liegen und nicht wie heute oftmals deutlich darunter.

Und ich habe vorhin von der ehemaligen Verkäuferin gesprochen mit ihrer Rente von 420 Euro. Diese Verkäuferin hat außerdem eine Tochter, welche im Jahr 1964 geboren wurde. In einer Zeit, wo es noch nicht flächendeckend Kinderbetreuung ab dem Kleinkindalter gab. So dass die Verkäuferin ihr Kind in den ersten drei Jahren zu Hause groß ziehen musste – ohne Unterstützung vom Staat. Die junge Familie lebte von nur einem Einkommen des Ehemannes – es hat damals zum Leben geradeso gereicht. Und auch ich bin für meine Mutter ein Kind, was vor 1992 geboren wurde – doch zählen die Tochter der Verkäuferin und ich selbst im Rentensystem der Bundesrepublik als Kinder zweiter Klasse – Ein Mensch zweiter Klasse zu sein ist ein echt mieses Gefühlt - ist das gerecht, frage ich Sie liebe Abgeordnete, denn auch einige von Ihnen hier zählen für Ihre Eltern wahrscheinlich bei der Rentenberechnung als Kinder zweiter Klasse – nämlich aus dem Grunde, dass für Ihre Eltern die Kindererziehungszeiten – die sogenannte Mütterrente für Mütter und Väter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden - nur mit einem halben Entgeltpunkt für die Rente Niederschlag finden.

Wir finden das zu tiefst ungerecht. Alle Kinder müssen uns gleich viel wert sein, egal, wann sie geboren wurden und egal, ob im Osten oder im Westen – dass muss 30 Jahre nach der Deutschen Einheit endlich der Vergangenheit angehören – und da wir uns in diesem Jahr im Jubiläumsjahr befinden, wäre es doch ein klares und deutliches Signal an alle Bürgerinnen und Bürger im Sinne der echten Gleichbehandlung nach dem Grundgesetz auch in der Mütterrente die Kindererziehungszeiten für alle Kinder mit einem vollen Entgeltpunkt anzuerkennen – so die zweite Forderung in unserem heutigen Antrag.

Es gibt aber noch eine dritte Forderung unsererseits heute.

Wir fordern sie auf, meine Damen und Herren Abgeordnete und auch Sie meine Damen und Herren der Landesregierung – setzen Sie sich auf Bundesebene dafür ein, dass die doppelten Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten und Direktversicherungen mit sofortiger Wirkung abzuschaffen sind. Schwer dürfte einer Mehrheit hier im Hause dies nicht fallen, den am 7. Dezember 2018 hat die CDU im Bund zu ihrem Parteitag mit großer Mehrheit beschlossen, die Doppelverbeitragung abzuschaffen. Das hat uns als Linke sehr zuversichtlich gestimmt, denn seit dem 12. Dezember 2017 liegt im Bundestag ein Antrag der Linken zu genau dieser Angelegenheit vor. Vier Mal insgesamt wurde der Antrag unserer Bundestagsfraktion von der Tagesordnung des Gesundheitsausschusses genommen und wir geben nach diesem Parteitagsbeschluss die Hoffnung nicht auf, dass Union und SPD die Blockadehaltung im Bund für eine ordentliche Behandlung des Antrages nun endlich aufgeben werden. Und wenn wir als Sachsen-Anhalt uns heute dazu bekennen können, uns dafür einzusetzen, dass der größte Rentenklau in der Geschichte der Bundesrepublik endlich beendet werden wird, wäre das für die Betroffenen großartig. Es ist an der Zeit, die Doppelverbeitragung auf Betriebsrenten und Direktversicherungen sofort zu beenden.

Liebe Abgeordnete des hohen Hauses – heute ist es an Ihnen den Menschen in diesem Land zu zeigen wofür sie stehen – stehen Sie ein gegen Altersarmut, stehen Sie ein für eine gleiche Mütterrente für alle Kinder und stehen Sie ein für die Beendigung der Doppelverbeitragung – und mit der Zustimmung zu unserem Antrag setzen sie ein klares Zeichen in die soziale und gerechte Richtung dieser Politik – davon bin ich überzeugt!

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

 

Katja Bahlmann

Die Fraktion DIE LINKE legt einen seniorenpolitischen Maßnahmenplan vor

Wohnen, Teilhabe, Mobilität, Gesundheit, Beratung

Dazu erklärt die seniorenpolitische Sprecherin Katja Bahlmann: 

„Nach der Sommerpause 2019 legt die Fraktion DIE LINKE einen seniorenpolitischen Maßnahmenplan vor.

Aus diesem Anlass lud die Fraktion zum ersten von insgesamt drei seniorenpolitischen Fachgesprächen ein. Zum Auftakt standen die Themen Teilhabe, Mobilität und Beratungsangebote im Alter im Fokus. Anwesend waren unter anderem der Landesbehindertenbeauftrage, der Vorsitzende der Volkssolidarität Sachsen-Anhalt, Vertreter*innen der Seniorenbeiräte sowie örtliche Teilhabemanager*innen, deren Fachexpertise in den seniorenpolitischen Maßnahmenplan einfließen wird. 

Diskutiert wurden unter anderem das Problem zunehmender Vereinsamung älterer Menschen. Für die Fraktion DIE LINKE ist es in diesem Zusammenhang unerlässlich, Gemeinde- und Begegnungszentren für Senior*innen zu erhalten und auszubauen. Großen Raum nahm zudem das Thema ÖPNV und Mobilität im Alter ein. Das Für und Wider von Rufbussystemen wurde ebenso diskutiert, wie Kritik an den Taktungen der Fahrzeiten oder der Nicht-Lesbarkeit von zu klein gedruckten Fahrplänen.

Die anwesenden Vertreter*innen der Seniorenbeiräte betonten darüber hinaus die Wichtigkeit einer eindeutigen landesrechtlichen Vorschrift zur Einrichtung dieser Beiräte und wiesen auf ihre eigenen Sprechstunden und Beratungsangebote hin.

Die Fraktion DIE LINKE setzt auf diese Fachexpertise und die Erfahrungen von Senior*innen im Alltag. So werden Schwierigkeiten und Probleme erkennbar, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind und nur so kann ein seniorenpolitischer Maßnahmenplan entwickelt werden, der sich tatsächlich an den Bedürfnissen älterer Menschen in Sachsen-Anhalt orientiert.

Das zweite seniorenpolitische Fachgespräch findet am 17. April 2019, unter anderem zum Thema Wohnen im Alter, statt. Zum dritten Gespräch in der Reihe lädt die Fraktion DIE LINKE am 26. Juni 2019, unter anderem zum Thema Pflege und Gesundheit im Alter.“

 

Katja Bahlmann

1. Fachgespräch

„Senior*innenpolitischer Maßnahmeplan“

Einladung!!!

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Sie herzlich zu unserem Fachgespräch „Senior*innenpolitischer Maßnahmeplan“ am 21. Februar 2019, 10 bis 13 Uhr, im Landtag von Sachsen-Anhalt (Domplatz 6-9), Raum B1 05, einladen. Gemeinsam mit Expert*innen möchten wir verschiedene Aspekte unter dem Blickwinkel der Senior*innen-Politik diskutieren. Unser Ziel ist es, schrittweise einen Maßnahmeplan für eine senior*innengerechte Politik in Sachsen-Anhalt zu erarbeiten und in den Landtag einzubringen. Bei unserem ersten von drei Fachgesprächen möchten wir uns dabei den Themen Mobilität im Alter, senior*innengerechter ÖPNV, Teilhabe und Beratungsangebote für Senior*innen widmen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie unserer Einladung folgen können.

Wir bitten um eine Teilnahmebestätigung bis 15.02.2019 per Mail an: 
Alexander.Fuchs@dielinke.lt.sachsen-anhalt.de

Mit freundlichen Grüßen,

Katja Bahlmann Guido Henke

DO., 21. FEB. UM 10:00

1. Fachgespräch zum senior*innenpolitischen Maßnahmeplan

Fraktion DIE LINKE im Landtag von Sachsen-Anhalt · Magdeburg, Sachsen-Anhalt

 

Katja Bahlmann

Gedenken an die Opfer des Nazionalsozialismus

Gedenkveranstaltungen!

Anlässlich der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Rote Armee gedachten wir gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern der Opfer des Nationalsozialismus am Mahnmal für die "Opfer des Faschismus" auf dem Zeitzer Altmarkt.

Weiterhin nahm ich an der Gedenkveranstaltung in Rehmsdorf teil. Hier gedachten wir der Opfer des Lagers "Wille" , einem Außenlager des KZ Buchenwald.

Nie wieder darf sich so etwas wiedeholen! 

Katja Bahlmann

Arbeitskreisübergreifender Aktionstag im Burgenlandkreis

Besuch bei der Agentur für Arbeit in Weißenfels

Mit meinen Fraktionskolleginnen Monika Hohmann und Doreen Hildebrand war ich zu Gesprächen bei der Agentur für Arbeit in Weißenfels zu Gast. Herr Schlolz, Vorsitzender der Geschäftsführung und seine beiden Kollegen informierten uns sehr ausführlich über die Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die Suche nach Fachkräften wird nicht einfacher, neue Wege müssen darum gegangen werden, um die jungen Menschen für einen Ausbildung zu begeistern. Das setzt voraus, dass in allen Schulformen Informationen zur Berufsberatung durch die Fachleute der Agentur gegeben werden dürfen. Die Berufsberater sind zur Unterstützung da und nicht als Feindbild zu betrachten. Mehr praktisches Arbeiten in Unternehmen wird bei der Berufswahl helfen. Interessante Berufe gibt es reichlich, in allen Bereichen wie Handwerk, Industrie, Verwaltung u.s.w. Frühzeitigen Informieren und Beratung holen durch Schule, Elternhaus, Unternehmen ist wichtig und richtig. 

Und natürlich war das Thema Strukturwandel präsent. Fazit war: Als Region müssen wir zusammen stehen, uns nicht abhängen lassen und gemeinsam für neue Arbeitsplätze streiten. Ebenso wie für innovative Lösungen, mehr Bildung und Einbeziehung der Betroffenen Menschen. Noch so eine Deindustiealisierung wie 1990 wird die Region nicht verkraften.

Katja Bahlmann

Arbeitskreisübergreifender Aktionstag im Burgenlandkreis

Zu Gast beim Projekt Blickpunkt alpha

Heute waren die Mitglieder meiner Fraktion, Doreen Hildebrand, Monika Hohmann und ich zu Gast bei den MitarbeiterInnen des Projektes Blickpunkt alpha in Naumburg.

Wir kamen mit sehr engagierten MitarbeiterInnen ins Gespräch und haben viel über das Thema  Grundbildung für Erwachsene gelernt.
Aber auch,mit welchen Problemen ein Projekt wie Blickpunkt alpha zu tun und auch zu kämpfen hat.
Zum Beispiel:
- komplizierte Förderstrukuturen für Projekte,
-"Stiefkind" Erwachsenenbildung (4€ Förderung gibt's dafür pro Kopf in Sachsen-Anhalt im Jahr!),
- langer Weg bis zu Formularen in vereinfachter Sprache
- falsche (ineffiziente) Förderansätze im Bereich Alphabetisierung, weil zum Beispiel die Notwendigkeit lebenslangen Lernens nicht erkannt wird.

Wir bleiben am Thema dran und werden unsere Möglichkeiten für eine Unterstützung nutzen und natürlich alle Beteiligten darüber informieren.

Unterstützung haben diese Projekte auf jeden Fall verdient. Versuchen wir dazu beizutragen, dass die Arbeit effizienter und nicht komplizierter gestaltet werden kann sowie der Staat sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen kann und darf.

Vielen Dank für das offene Gespräch und weiterhin viel Erfolg und Durchhaltevermögen.

Katja Bahlmann

Umsetzungsstand der Hochwasserschutzmaßnahmen im Burgenlandkreis

Kleine Anfrage an die Landesregierung

Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung

Abgeordnete Katja Bahlmann (DIE LINKE)

Umsetzungsstand der Hochwasserschutzmaßnahmen im Burgenlandkreis

In der Mitteldeutschen Zeitung vom 15.01.2019 wurde berichtet, dass die Pegel der Flüsse im Burgenlandkreis gestiegen sind. Der Pegel der Weißen Elster sogar bereits bis zur Warnstufe 1. Nach dem „Jahrhunderthochwasser“ von 2013 sind die Bürgerinnen und Bürger in berechtigter Unruhe, dass ein solches Großereignis erneut eintreten kann.

Ich frage die Landesregierung:

  1. Welche Planungsmaßnahmen zum Hochwasserschutz im Burgenlandkreis wurden aus den Erkenntnissen des Hochwassers 2013 getroffen?
  2. Welche dieser getroffenen Planungsmaßnahmen zum Hochwasserschutz wurden bis dato umgesetzt und stehen bei Hochwasserereignissen für den Schutz der Bevölkerung zur Verfügung?
  3. Welche der getroffenen Planungsmaßnahmen wurden noch nicht umgesetzt und warum fanden diese bisher keine Umsetzung?
  4. Welche Schutzmaßnahmen der Bevölkerung vor Hochwasser im Burgenlandkreis werden weiterhin geplant?
  5. Bis wann sollen die Hochwasserschutzmaßnahmen für diesen Bereich abgeschlossen sein und ist dieser Zeitplan nach gegenwärtigem Stand einzuhalten? Falls nicht, wodurch wurden und werden diese Verzögerungen verursacht?                     (Foto Internert SWZ/Wochenspiegel)
Katja Bahlmann

Rede zum Antrag Rentenungerechtigkeit an DDR geschiedenen Frauen beseitigen.

Meine Damen, aber ganz besonders werte Herren Abgeordnete.....

den Einstieg in meine Ausführungen möchte ich mit einer Frage beginnen -

Wie ist es möglich, dass man so viele Menschen - wie zum Beispiel in der Finanzmetropole Frankfurt am Main leben - einfach vergessen kann?

Knapp 800.000 Frauen waren es, die beim Aushandeln des Einigungsvertrages zwischen DDR und BRD mal schlicht weg vergessen wurden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

800.000 in der DDR geschiedene Frauen, für die es bis heute keinen Versorgungsausgleich nach dem seit 1977 gültigen Recht der damaligen BRD gibt. Durch das Rentenüberleitungsgesetz von 1992 ist für diese in der DDR unübliche Regelung keine Anpassung vorgenommen worden. Gleichzeitig wurden frühere Anwartschaften aus der DDR-Rente abgeschmolzen und teilweise sogar gestrichen. Damit sind die im Beitrittsgebiet vor dem 1. Januar 1992 geschiedenen Frauen hinsichtlich ihrer Versorgungssituation wesentlich schlechter gestellt, als Frauen in den alten Bundesländern - ist dies nicht ungerecht, meine Herren Abgeordneten?

30 Jahre nach der Wiedervereinigung leben von den 800.000 Frauen gerade mal noch 300.000, die dieses Unrecht noch heute jeden Tag zu spüren bekommen. Sie spüren es immer dann, wenn sie mit ihrer knappen Rente überleben müssen. Wenn sie sich zig mal überlegen müssen, ob sie ein Weihnachtsgeschenk für die Kinder, Enkel und Ur-Enkel kaufen können ohne in den Tagen nach Weihnachten darüber zu grübeln, was es zu essen gibt, oder ob man sich denn in diesem Monat überhaupt noch den Strom oder die Heizung leisten kann. Aus Scham lehnen Sie Einladungen zu Geburtstagen ab, da ein Geschenk als Zusatzausgabe einfach finanziell nicht drin ist.

Viele der betroffenen Frauen sind in den Wirren des Krieges oder in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg geboren und lebten schon damals in krasser Armut. Heute sind sie wieder von Armut betroffen - aber nur deshalb, weil sie sich in ihrem Leben selbstbewusst dafür entschieden haben mit dem Partner, zu dem einst Liebe bestand, keine Zukunft mehr finden zu können. Sich dafür entschieden haben, die Kinder allein groß zu ziehen und für eine gute Schulausbildung zu sorgen und dafür an sich selbst zu sparen, so dass es den ehemals Kleinen heute möglich ist einen nicht unerheblichen Beitrag für unsere Gesellschaft und unsere Solidargemeinschaft zu leisten - und mehr als 800.000 gut ausgebildete Menschen schaffen erheblichen Mehrwert für die Gesellschaft!

Zu dieser Zeit, als die lebensprägende Entscheidung der Frauen getroffen worden ist, war das Einkommen der Frauen nicht üppig und oftmals wesentlich geringer als das der Männer, aber es hat gereicht sich im Leben einzurichten. Allerdings war es in der DDR für viele Frauen auch üblich, die eigene Erwerbstätigkeit zugunsten der Erziehung der Kinder zu unterbrechen oder einzuschränken, zumal die Kinderbetreuung erst in den späten 1970er Jahren flächendeckend möglich wurde und genau diese Dinge sind es, die bei ausbleibendem Versorgungsausgleich die Frauen schlechter stellen lässt, als die Frauen in Deutschland, die einen Versorgungsausgleich für Ehezeiten in der Rente erhalten.
Mit der vollen Härte trifft diese Frauen noch heute ein Satz. Ein Satz ob fahrlässig oder bewusst in einem Vertrag notiert. Ein Satz der spaltet und für Ungerechtigkeit sorgt, fast 30 Jahre lang - bis zum heutigen Tag - nämlich: „Einen Versorgungsausgleich für vor 1992 in den neuen Bundesländern geschiedene Frauen gibt es nicht.“

Ich persönlich ziehe den Hut vor dem Mut der Frauen, sich zusammenzuschließen und vehement auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam machen. Und sie kämpfen bis zum heutigen Tag, ohne, dass sich wirklich etwas an ihrer Situation geändert hat. Ich bewundere den Mut, den die Frauen aufgebrachten, sich bis an die Vereinten Nationen zu wenden und ich achte die Entscheidung des Menschenrechtsausschusses über die Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau, welcher am 9. März 2017 – am Tag nach dem Internationalen Frauentag - bestätigte, dass die Bundesregierung nach der verbindlich erforderlichen Umsetzung des UN-Frauenrechtsabkommens ihnen endlich ihre Rechte zugestehen muss.

Aber wo sind sie geblieben, die Rechte?

Bisher ist dazu auf Bundesebene nicht viel passiert. Die Linke hat im Bund diese Frauen immer unterstützt. Und seit Anfang dieses Jahres hat dies auch die CDU in Thüringen getan, nämlich mit dem gleichen Anliegen eines Antrages, wie wir ihn heute in Sachsen-Anhalt stellen und eben genau mit der Forderung eines Entschädigungsfonds, da eine Härtefallregelung bei weitem nicht ausreichend ist. Es geht hier nicht um Almosen, werte Abgeordnete, es geht um die Anerkennung von Lebensleistung, Erziehungsleistung und Entschädigung für erlittenes Unrecht.
Wir fordern die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen, das Unrecht an den DDR geschiedenen Frauen zu beenden - so unsere Forderung in Punkt 1-3 und in Punkt 4 fordern wir eine Berichterstattung zur aktuellen Situation der in der DDR geschiedenen Frauen in Sachsen-Anhalt in den Ausschüssen für Arbeit, Soziales und Integration sowie Recht, Verfassung und Gleichstellung. Im letzteren regen wir an dieser Stelle ein Fachgespräch mit dem Verein der DDR-Geschiedenen Frauen an. Hier könnten wir gemeinsam einen qualifizierteren Beschluss erarbeiten.
Mit der Zustimmung zu unserem Antrag und der klaren Willensbekundung für die Beseitigung des Unrechts an den in DDR geschiedenen Frauen würden wir uns den Ländern Brandenburg, Bremen, Thüringen und Sachsen anschließen - denn hier wurde ein sehr klares Bekenntnis bereits abgegeben, was weitreichender ist, als es im Alternativantrag formuliert wurde.

Sie werden sich vielleicht wundern, warum ich heute hauptsächlich die Männer im hohen Haus angesprochen habe - bei knapp 80 % Männeranteil in unserem Landtag - im 100. Jahr des Frauenwahlrechts sind wir da nicht wesentlich weiter als 1918 - und der Zustimmung von jedem einzelnen von Ihnen zu unserem Antrag, würde dieser Erfolg haben und endlich ein kleiner Schritt in die richtige Richtung sein, geltendes Unrecht nach fast 30 Jahren zu beseitigen...Sie, werte Männer, können heute ein Zeichen setzen für die Frauen!
Ich bitte um Zustimmung zu unserem Antrag, wir werden uns bei der Abstimmung zum Alternativantrag enthalten!

Sie sind gefragt meine Herren und Damen!

Katja Bahlmann

Bewilligungsbescheide übergeben

Geld für Zeitz und Naumburg!
Heute übergab Bauminister Webel Bewilligungsbescheide der Städtebauförderung für die Städte Zeitz und Naumburg. Geld, welches dringend gebraucht wird. In Zeitz war ich bei der Übergabe der insgesamt 920.000,00 € des Bescheides an OB Thieme dabei.
Schön für die Zeitzer Innenstadt für Projekte Zekiwa, Michaeliskirche, Kramerstraße....

Katja Bahlmann

Tag des Ehrenamtes!

Tag des Ehrenamtes! 
Anlässlich des Tag des Ehrenamtes möchte ich mich bei allen Freiwilligen recht herzlich bedanken. Ohne dieses Engagement würden viele Prozesse innerhalb der Gesellschaft nicht funktionieren. Dies kann nicht genug gewürdigt und anerkannt werden.
Vielen Dank und weiterhin beste Gesundheit.

Der Tag des Ehrenamtes findet jährlich am 05.Dezember statt.
Der erste Tag des Ehrenamtes wurde 1986 abgehalten und im Jahr zuvor von den Vereinen Nationen (UN) beschlossen. An diesem Tag wird in Deutschland unter anderem der Verdienstorden der Bundesrepublik an besonders engagierte Personen vergeben.

Katja Bahlmann

Arbeitskreis in Gröbzig

Arbeitskreis-Aktionstag Synagoge Gröbzig 

Differenzen bei der Finanzierung durch das Land führten den AKII der Landtagsfraktion DIE LINKE nach Gröbzig. Das Museum Synagoge Gröbzig trägt maßgeblich zur geschichtlichen Bildung und man erfährt viel vom Jahrhunderte währenden Zusammenleben von Gröbzigern und Gröbziger Juden im Alltag und viel über die jüdische Geschichte insgesamt im Herzen von Mitteldeutschlands - ein Besuch ist für die politische Bildung essentiell. Zukünftig soll die Synagoge als einzigartiger Gebäudekomplex barrierefrei und energetisch umgebaut werden. Leider liegt die Zusammenarbeit mit dem Jugendverein etwas brach - gerade die Kinder- und Jugendarbeit im Rahmen der musealen Bildungsarbeit ist immens wichtig, finden die Mitglieder des Arbeitskreises und ermutigen den Verein hier konzeptionell nachzubessern. Die Fraktion wird die Landesförderung des Ensembles unterstützen und erkennen die Arbeit des Museums an. Wer sich für jüdisches Leben und für die Kultur des Glaubens interessiert, ist herzlich eingeladen die Synagoge Gröbzigzu besuchen - es lohnt sich!!! Weitere Infos: https://www.groebziger-synagoge.de/besuch.html

Katja Bahlmann, MdL

Katja Bahlmann

Besuch aus dem Wahlkreis!

Besuch im Landtag!
An Donnerstag durfte Katja Bahlmann, MdL  die Damen und Herren des Frauenverein Salsitz/Kleinosida e.V.  zum Besuch der LT-sitzung und anschließenden Gespräch in Magdeburg begrüßen. Sehr interessante Diskussion. Danke für euren Besuch.

Die Resonanz nach dem Besuch der Sitzung auf der Besuchertribüne war, keine Debattenkultur und Benehmen im Landtag durch die AfD Abgeordneten, viel Unruhe im Saal und Respektlosigkeit gegenüber den Rederinnen und Rednern. Da sollte sich schnell was ändern

Katja Bahlmann

Landespflegekonferenz Sachsen-Anhalt

Wichtige Schritte in Richtung Zukunft

Wichtige Schritte in Richtung Zukunft - Landespflegekonferenz Sachsen-Anhalt

 

Diese Woche stand der Besuch der Landespflegekonferenz, veranstaltet vom Landespflegerat in Halle auf meinem Arbeitsprogramm. Bei dieser Konferenz beraten Pflegende und alle, die mit der Pflege irgendwie zu tun haben über ihre Zukunft. Informiert wurde über die neue Gesetzgebung zur Pflege und Pflegeausbildung im Bund, die Pflegeberufereform 2020, Ausbildungsfinanzierung, Akademisierte Ausbildung der Stadtionsleitung, Personaluntergrenzen, Dementia Care Nurse und die Arbeitgeberattraktivität aus Sicht von Pflegeschülern. Gerade die Pflegeausbildung wird uns vor große Herausforderungen in den nächsten Jahren in Sachsen-Anhalt stellen, da ist das Land gefordert und wir wollen uns als Abgeordnete auch einbringen. Wir werden uns dafür stark machen, dass die immer fortschreitende Digitalisierung der Pflege nicht zu Unsicherheiten bei Pflegerinnen und Pflegern und zu Pflegenden führt und schon in der Ausbildung auf mögliche Arbeitserleichterungen eingegangen wird. Nur wer wirklich lernt mit den neuen Medien in diesem sensiblen Feld der Pflege umzugehen, kann auch entscheiden, ob und wann eine digitale Arbeitserleichterung Einfluss in den Arbeitsalltag finden kann. Dafür werden wir im Land unsere Unterstützung anbieten. Die Pflegeberufereform werden wir in Sachsen-Anhalt kritisch weiter begleiten und uns überall da einmischen, wo Defizite existieren. 

 

Katja Bahlmann

Katja Bahlmann

Besuch aus dem Wahlkreis

Besuch aus dem Wahlkreis!
Zur Landtagssitzung am 29.09.2018 hatte ich die Seniorengruppe aus Hohenmölsen zu Gast. Es gab viele Fragen zur aktuellen Situation, zur Sitzungskultur im Landtag u.v.a.m. Ich habe mich über den Besuch und die Gespräche gefreut und dabei viele Anregungen erhalten. Danke dafür!

Rückforderungen überprüfen - gütliche Regelung im Sinne der Betroffenen

Hochwasserhilfen

Fraktion DIE LINKE: Rückforderungen überprüfen - gütliche Regelung im Sinne der Betroffenen

Zu den gegenwärtigen Rückforderungen der Investitionsbank gegen EmpfängerInnen von Hochwasserhilfen für private Haushalte erklären die Abgeordneten Kerstin Eisenreich und Wulf Gallert, die dazu eine entsprechende Kleine Anfrage an die Landesregierung stellten (Drs. 7/3393):

„Nach Medienberichten gab es in den letzten Wochen und Monaten mehrere Fälle, bei denen von Hochwasser betroffenen private Haushalte die ihnen gezahlte Hochwasserhilfe an die Investitionsbank zurückzahlen sollten. Als Grund für die Rückforderungen werden fehlende Nachweise zur Verwendung der Hilfen angeführt.

Nach aktuellen Recherchen sind 29 % der AntragstellerInnen von Rückforderungen betroffen. Das hat mit der versprochenen unbürokratischen Hilfe nichts zu tun! Darüber hinaus ist sich noch nicht einmal die Landesregierung selbst sicher, ob Verwendungsnachweise durch Belege und Zahlungsnachweise notwendig sind. Beispielhaft sind folgende Sätze aus der Antwort der Landesregierung: 'Ergänzend ist zu erwähnen, dass bei Zuwendungen unter 50.000 Euro lediglich ein einfacher Verwendungsnachweis (ohne Belege und Zahlungsnachweise) vorzulegen ist. Dennoch ist der Verwendungsnachweis durch beim Antragsteller vorhandene Belege zu führen.'

Wer den Menschen unbürokratische Hilfe verspricht und offenbar mit den Beratungen eben nicht alle Menschen in einer extremen Situation erreicht hat, dann aber Jahre später wegen fehlender Verwendungsnachweise Mittel zurückfordert, verspielt das ohnehin spärlich gewordene Vertrauen in Politik und Institutionen vollständig.

Wir erwarten daher eine Überprüfung der Rückforderungen und gütliche Regelung im Sinne der Betroffenen. Und wir wiederholen unsere Kritik an unverständlichen und widersprüchlichen Anforderungen gegenüber einzelnen sich in einer Notsituation befindlichen Menschen.“


Magdeburg, 27. September 2018

Katja Bahlmann

Förderung der Feuerwehren

Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung

Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung Abgeordnete Katja Bahlmann (DIE LINKE) Förderung der Feuerwehren

Im Koalitionsvertrag von CDU, SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN wurde 2016 vereinbart: „Wir werden eine zeitlich befristete deutliche Aufstockung der derzeitigen Fördermittelhöhe für Zwecke des Brandschutzes für die zielgerichtete Förderung von notwendigen Ersatzbeschaffungen von Einsatzfahrzeugen sowie den Neu- und Umbau von Feuerwehrhäusern vornehmen. Die Zukunftsfähigkeit des ehrenamtlichen Systems der Feuerwehren wird gesichert. Hierfür werden wir insgesamt 100 Millionen Euro über einen Zeitraum von 6 Jahren als 50 Prozent-Förderung zur Verfügung stellen. Eine Konsolidierung des Gemeindehaushaltes wird der Teilnahme an diesem Programm nicht entgegenstehen. Die kommunalen Interessen sind bei der Durchführung dieses Förderprogrammes besonders zu berücksichtigen.“ 

Ich frage die Landesregierung:

1. In welcher Höhe wurden jeweils in den Haushaltsjahren 2016 und 2017 insgesamt Fördermittel für die notwendige Ersatzbeschaffung von Einsatzfahrzeugen sowie den Neu- und Umbau von Feuerwehrhäusern verausgabt? Wie hoch waren hier insgesamt die Ausgaben im 1. Halbjahr des laufenden Jahres und mit welchem Ansatz plant die Landesregierung insgesamt für das Haushaltsjahr 2019?

2. Welche Fördermittelempfänger erhielten in jeweils welcher Höhe Fördermittel für die notwendige Ersatzbeschaffung von Einsatzfahrzeugen sowie den Neu- und Umbau von Feuerwehrhäusern in den Haushaltsjahren 2016 und 2017 sowie im 1. Halbjahr 2018? Bitte tabellarisch sowie nach Institutionen und Landkreisen getrennt beantworten.

3. In welchen Einzelplänen, Kapiteln und Titeln des Landeshaushaltes standen in Umsetzung des 100 Millionen Euro schweren Förderpaketes zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des ehrenamtlichen Systems der Feuerwehren in den Haushaltsjahren 2016, 2017 und 2018 in jeweils welcher Höhe Fördermittel bereit? In jeweils welcher Höhe flossen aus jeweils welchen Einzelplänen, Kapiteln und Titeln des Landeshaushaltes in jeweils welcher Höhe Fördermittel ab?

4. In welchen Einzelplänen, Kapiteln und Titeln des Landeshaushaltes plant die Landesregierung in jeweils welcher Höhe im Haushaltsjahr 2019 das 100 Millionen Euro schwere Förderpaket zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des ehrenamtlichen Systems der Feuerwehren umzusetzen? Wie hoch soll nach Absicht der Landesregierung der Gesamtansatz dafür 2019 sein?

5. Mit welchen Förderprogrammen beabsichtigt die Landesregierung im Haushaltsjahr 2019 das 100 Millionen Euro schwere Förderpaket zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des ehrenamtlichen Systems der Feuerwehren umzusetzen? Welche Konditionen und Antragswege sollen dabei für welches Förderprogramm gelten? Wie will die Landesregierung bei einer 50-Prozent-Förderung gewährleisten, dass auch Gemeinden in Haushaltskonsolidierung an den Förderprogrammen teilnehmen können?

Katja Bahlmann

Finanz-Schlampereien beim Aufbau des Digitalfunknetzes.

Kleine Anfragen für die Fragestunde zur 26. Sitzungsperiode des Landtages von Sachsen-Anhalt

1. Abgeordnete Katja Bahlmann (DIE LINKE)

Finanz-Schlampereien beim Aufbau des Digitalfunknetzes.

Bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2016 des Landesrechnungshofes Sachsen-Anhalt Teil 1 zur Haushalts- und Wirtschaftsführung im Haushaltsjahr 2015 - Denkschrift und Bemerkungen (Landtagsdrucksache 7/519) wurden, wie die MZ am 21. Oktober 2016 berichtete, „dem LandesInnenministerium Finanz-Schlampereien beim Aufbau des Digitalfunknetzes“ vorgeworfen. Im Beitrag wird u. a. ausgeführt: „Der Digitalfunk soll in Zukunft bundesweit Polizisten, Feuerwehren, Rettungsdienste, Zoll und Katastrophenschutz verbinden und gilt als Prestigeobjekt. Laut Rechnungshof hat es das Innenministerium aber über Jahre hinweg versäumt, sich Millionenbeträge für den Aufbau vom Bund erstatten zulassen. So sei das Land seit 2010 unnötig auf Kosten von rund 4,8 Millionen Euro sitzen geblieben, weil aus ‚nicht ersichtlichen Gründen‘ keine Rechnungen gestellt wurden, …“

Ich frage die Landesregierung:

1. Welche Konsequenzen wurden bis heute aus der Kritik des Landesrechnungshofes gezogen?

2. Welche Veränderungen gab es seitdem bei der Erstattungspraxis zwischen dem Bund und dem Land Sachsen-Anhalt? 

Katja Bahlmann

Situation der Feuerwehren in Sachsen-Anhalt

Aussprache zur Großen Anfrage

Hier meine Rede zur Großen Anfage und der Beantwortung durch die Landesregierung

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,

zu Beginn meiner Rede möchte ich die wichtigsten Personen unseres Anliegens in den Vordergrund stellen – die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in unserem Land.

Einfach mal DANKE sagen, ist oft die höchste und ehrlichste Anerkennung von Leistung, die man geben kann und das möchte ich hier zu allererst tun. Ich danke ganz persönlich und im Namen meiner Fraktion allen Einsatzkräften der Feuerwehren in unserem Land recht herzlich für ihr ungebrochenes Engagement und ihre Einsatzbereitschaft in den letzten Wochen und Monaten. Mein Dank gilt ihren Familien, die auf das Zusammensein mit ihren Lieben verzichten mussten. Mein Dank gilt allen Arbeitgebern, die in dieser Zeit ihre Arbeitskräfte für den aktiven Einsatzdienst entbehrt haben und den vielen Menschen im Hintergrund - den Verwaltungen und Rettungsleitstellen, die diese hohe Einsatzrate zu koordinieren hatten. Dieser Sommer 2018 hat sehr viel von unseren Einsatzkräften abverlangt und sie teilweise an den Rand ihrer Kräfte gebracht, dafür kann man nicht genug DANKE sagen.

Warum hat die Fraktion DIE LINKE die Große Anfrage zur Situation der Feuerwehren in Sachsen-Anhalt gestellt? Unser Credo ist es, etwas in der Gesellschaft zu verändern - zu verbessern, wo Verbesserung notwendig ist. Dies darf nicht wahllos geschehen. Um Ideen für Veränderungen zu entwickeln muss man den Ist-Zustand dessen betrachten, was vermeintlicher Veränderung bedarf. Und genau eine solche Ist-Stands-Analyse sollte die Beantwortung der Großen Anfrage sein. Aber ist sie das auch?

Ich meine, nur zum Teil, denn von 111 Fragen wurden 13,5% nicht beantwortet – das Land entzieht sich klarer Positionierungen meist mit der Aussage, dass das vorliegende statistische Datenmaterial nicht aussagekräftig genug ist. Und die Ausführungen zu den dann doch beantworteten Fragen wurden zum Großteil sehr platt und oberflächlich dargestellt. Dies zeigt sich in widersprüchlich ausgewiesenen Zahlen der Statistiken und Begründungen. Alles in Allem muss ich sagen – die Beantwortung der Landesregierung lässt den Schluss zu, dass sie wahrscheinlich gar keine Lust hatten, sich näher mit der Situation unserer Feuerwehren auseinanderzusetzen und das ist keine Wertschätzung gegenüber diesem Ehrenamt. Wir Politiker werden nicht nur an unseren Worten, sondern konkreten Aktionen gemessen und für mich sieht Wertschätzung anders aus, als nur hohle Worte und Phrasendrescherei auf Podien und hinter Rednerpulten.

Aber anerkennend will ich an dieser Stelle nochmals meinen ausdrücklichen Dank denjenigen Wehrleitern und Verwaltungsmitarbeitern in den Städten und Gemeinden übermitteln, die diese Aufgabe sehr ernst genommen haben und weit aus ausführlicher die Antworten zu den Fragen, die uns bewegten, an die Landesregierung geschickt haben – einige davon liegen mir vor und da wiederum stellt sich für mich die Frage, warum die Landesregierung dieses Wissen nicht an die Abgeordneten dieses hohen Hauses weiterreicht? Denn in den Antworten des Innenministeriums habe ich davon leider nur marginal lesen können. Die Antworten der Großen Anfrage decken die Missstände, die mir beim Besuch in den Feuerwehren im Land oft klar und deutlich geäußert wurden, nun einmal mehr klarer und als landesweites Manko auf.

„Magdeburg, wir haben ein Problem! Ein Problem bei den Feuerwehren in diesem Land!“ Und nicht nur 1 Problem sondern, ganz viele Baustellen, die ein Szenario schreiben, welches das Sicherheitsgefühl bei den Menschen in diesem Land schmälert!

Auf 5 Problemefelder möchte ich mit heute beschränken:

1. Die Personalsituation der Feuerwehren

Seit 2008 ist eine Absenkung der Mitgliederzahlen in den Feuerwehren um 15% zu verzeichnen - jede sechste Einsatzkraft quittierte den Dienst. Dass diese Entwicklung negative Auswirkungen besonders in angespannten Einsatzlagen wie in diesem Sommer hat, kann sich wohl jeder selbst ausmalen. Nicht nur die Dürre hatte ihren Anteil daran, nein, die Einsatzzahlen sind bereits in den letzten 10 Jahren massiv angestiegen. Dies liegt zum Teil begründet in den überproportional angestiegenen Hilfeleistungseinsätzen der Freiwilligen Feuerwehren. Die Freiwilligen Feuerwehren sind es, die 75% der Einsätze in diesem Land bewerkstelligen müssen – die Freiwilligen Feuerwehren, mit ihren ehrenamtlichen Einsatzkräften, die durch diese Mehrbelastungen sprichwörtlich „auf dem Zahnfleisch kriechen“ – Überbelastungen und Erhöhung der Unfallgefahren sind dadurch wahrscheinlich vorprogrammiert und die Entwicklung wird tendenziell weiter die Talfahrt nehmen, wenn das Land nicht konsequent gegensteuert. Und dies geht meines Erachtens nicht mit der im Mai begonnenen Mitgliedergewinnungskampagne – meine Meinung dazu ist ihnen bekannt.

Das Land bietet darüber hinaus keinerlei Unterstützung an. Es verweist beim Brandschutz auf die Zuständigkeit der Kommune, was im Prinzip gesetzlich deren Pflichtaufgabe darstellt – doch haben die Kommunen aufgrund des hohen Sparzwangs der Landesregierung kaum noch die finanzielle Ausstattung dem Personalproblem bei den Feuerwehren zu begegnen. Eigene Einnahmen stehen für diese Pflichtaufgabe kaum zur Verfügung – es hat nicht jede Kommune „Lützen-Millionen“ zu verteilen, daher sehen wir das Land in der Pflicht den Finanzrahmen der Kommunen für die Pflichtaufgabe Brandschutz zweckgebunden aufzustocken und ich habe ihrer Regierungserklärung gestern sehr genau zugehört, in der sie fordern, die Kernaufgaben des Staates, wozu ich den Brandschutz zähle, ausfinanziert zu gestalten.

Es stellt sich weiterhin die Frage, wie neue Mitglieder für die freiwilligen Feuerwehren gewinnen? Mitgliedergewinnung könnte meines Erachtens auch über Anerkennung funktionieren – Anerkennung monetärer Art eignet sich dazu sehr gut, muss aber nicht immer sein. Schon der bloße Gedanke daran, abgesichert zu sein, wenn ein Einsatz mal nicht unfallfrei ausging – was niemals wünschenswert ist – aber schon der Gedanke daran, dass ein Unfall nicht den Entzug der Lebensgrundlage bedeutet, hilft, Menschen dazu zu bewegen, sich ehrenamtlich zu engagieren. In der Großen Anfrage habe ich auf die entsprechende Frage folgendes Gelesen – Zitat: Noch in diesem Jahr soll eine Möglichkeit zur besseren gesundheitlichen Absicherung von Feuerwehrangehörigen eingeführt werden, wenn in Folge des Einsatz- und Ausbildungsdienstes festgestellte Gesundheitsschäden nicht den Kausalitätsanforderungen eines Arbeitsunfalles entsprechen! Was das konkret bedeutet, wollte uns die Landesregierung nicht sagen – ich bin gespannt, was das wohl sein wird, und würde mich freuen, wenn dies heute bereits in der Debatte Beantwortung findet.

Was könnte nun noch Mittel zum Weg für mehr Mitglieder in den freiwilligen Feuerwehren sein? Natürlich, die Nachwuchsarbeit. Liest man in den Antworten der Landesregierung nach, stellt man schnell fest, dass auch diese Chance brach liegengelassen wird. Es wird keine Unterstützung für die Neugründung von Kinder- und Jugendfeuerwehren geben, obwohl nachweislich ist, dass es in den Wehren, die eine gut aufgestellte Kinder- und Jugendfeuerwehr haben, weniger Nachwuchsprobleme gibt. Die Neugründung von Kinder- und Jugendfeuerwehren ist mit sehr viel persönlichem Engagement und finanziellem Aufwand verbunden. Die mangelnde Unterstützung des Landes gerade bei Neugründungen schreckt Wehren ab, dieses Mittel der Mitgliedergewinnung für sich zu nutzen – dieses Potential müssen wir aber nutzen! Das ist sonst Verschwendung von Ressourcen aller feinster Güte!

2. die Aus- und Weiterbildung von Einsatzkräften

Ich war verwundert und erfreut zugleich, dass das Land erkannt hat, dass der Bedarf an Lehrgängen am Institut für Brand- und Katastrophenschutz in Heyrothsberge deutlich höher ist, als das Angebot – siehe Frage 52 - falls das jemand nachlesen möchte. Das war mir nicht neu, denn die Kritik der Feuerwehren besteht zurecht schon länger, dass die Plätze am IBK nicht ausreichen. Es kann nicht sein, dass zum Beispiel für einen bestimmten Kurs am IBK für einen Landkreis mit seinen über 4.000 Feuerwehrleuten nur 2 Plätze zur Verfügung stehen! Wie langen wollen wir uns da zur Ausbildung unserer Einsatzkräfte in nur einem Landkreis Zeit nehmen? Der Kurs Höhenrettung - übrigens in Deutschland einmalig - wurde in den Kurszahlen der letzten 5 Jahre von 22 auf 10 reduziert! Wie kann das sein? Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies an der Auslastung der Kurse gelegen hat!

Es kann nicht sein, dass Einsatzkapazitäten aufgrund mangelnder Ausbildungskapazitäten brach liegen bleiben. Und hier haben wir Glück. Für die Ausbildungsstätte ist das Land zuständig und muss sich der Verantwortung stellen. Wir alle in diesem hohen Hause dürfen entscheiden, was am IBK passiert und es muss etwas passieren – denn das Angebot muss die Nachfrage weitestgehend abdecken – es darf nicht sein, dass an den Grundlagen für unsere Einsatzkräfte gespart wird.

3. Öffentlichkeitsarbeit

Durch eine gut konzipierte Öffentlichkeitsarbeit ist es durchaus auch manchmal möglich die Mitgliedergewinnung voranzutreiben. Aus den Antworten zur Großen Anfrage konnte ich entnehmen, dass das Land hier durchaus Ideenreichtum entwickelte. Ein Brandschutzerziehungstag soll in 2019 neu eingeführt werden. Prinzipiell ist das gut! Das Problem hier ist nur, wer soll das machen? Die personelle Ausstattung der Feuerwehren im ländlichen Raum ist für die Umsetzung dieser Ideen nicht gegeben! Was nutzt dann eine gute Idee, wenn keiner da ist, um sie zu realisieren? Jedenfalls nicht aus den Feuerwehren vor Ort. Multiplikatoren könnten hier die Lehrkräfte in den Schulen sein – aber haben wir davon genug? Nein!

Aber die, die da sind, müssen dazu auch ausgebildet sein oder werden – dafür wäre auch das IBK da, doch noch sind keine entsprechenden Kursangebote für Lehrerinnen und Lehrer im Sinne Brandschutztag auskömmlich vorhanden. Wenn sich das Land durchringen könnte, die finanzielle Ausstattung der Kommunen für diese Aufgabe zu verbessern, dann könnten mit Sicherheit auch Schnittstellen zwischen Feuerwehren vor Ort und den Schulen geschaffen werden. Aber ich glaube auch hier lässt das Land die Feuerwehren, Schulen und Kommunen im Regen stehen!

Mit der mangelhaften Mitgliedergewinnungskampagne wurde ein „Tag der Feuerwehren“ eingeführt – jedes Jahr, zur gleichen Zeit, bei allen Feuerwehren! Doch wer soll das bezahlen? Das Land jedenfalls nicht – so wurde uns in den Antworten erklärt. Es wird keine finanzielle Unterstützung der Kommunen zur Ausrichtung des Tages der Feuerwehren im Rahmen der Mitgliedergewinnungskampagne geben, getreu nach dem Motto: Ich habe eine Idee und Du darfst sie bezahlen!“ Was soll das? Die Finanzausstattung der Kommunen lässt oftmals diese Zusatzausgabe nicht zu, da sie nicht zur Pflichtaufgabe Brandschutz gehört, liebe Damen und Herren der Landesregierung! Die Feuerwehren oder die Feuerwehrvereine, wenn es diese gibt, haben zu wenig Geld und Personal um die Umsetzung jährlich zu gewährleisten! Unsere Forderung aus Mai bleibt – stoppen Sie die verfehlte Mitgliedergewinnungskampagne und verwenden Sie die verbleibenden Mittel für konkrete Projektarbeit der Feuerwehren zur Mitgliedergewinnung und für die Jugendarbeit vor Ort, damit wäre mehr geholfen. Und ich nehme sie beim gestrigen Wort. Sie sagten, dass man gut beraten wäre, die Feuerwehren so finanziell auszustatten, dass die handlungsfähig sind – es liegt doch an Ihnen, liebe Landesregierung, dann tun sie das doch, wir bitten darum!

4. Problem – Ausstattung der Feuerwehren

Zitat: Die Feuerwehren sind gut mit Grundausstattung ausgestattet! Was heißt das denn? Gut - bedeutet immer es ist noch: Luft nach oben. Und Grundausstattung - ist laut Wörterbuch eine Ausstattung mit den in einem bestimmten Zusammenhang unbedingt notwendigen Dingen. Und genau das haben mir die Feuerwehren bestätigt – grundsätzlich kann man Brandbekämpfung mit der vorhandenen Ausstattung durchführen, aber es ist ein schlechtes Zeichen, wenn die technische Ausrüstung noch aus einer Zeit stammt, mit der die heutige Landesregierung nichts zu tun haben möchten – nämlich vor so ca. 30 Jahren. Doch auch hier zieht sich das Land auf die Aussage zurück – Finanzierungspflicht des Brandschutzes liegt bei den Gemeinden. Die Förderung durch das Land erfolgt lediglich ergänzend – nochmal: die Kommunen leiden unter dem Sparzwang des Finanzministers, der für das Land bereits heute ein Sparbuch mit einer Sparsumme von 2 Milliarden Euro angelegt hat – was sollen öffentliche Gelder auf dem Sparbuch? Rücklagen für Zeiten finanzieller Notlagen - o.k. – aber 2 Milliarden? Das sind dann Gelder mit denen die Banken arbeiten – Steuergelder, die zum Spekulationsobjekt werden – das geht so nicht!

Aber wir müssen ja gar nicht Jahrezehnte zurückblicken um veraltete oder unbrauchbare Technik in den Feuerwehren und anderswo im Land zu entdecken – ich erinnere nur an die 15.660 Endgeräte des BOS Digitalfunk, die bis 31.12.2020 allein für die Feuerwehren ausgetauscht werden müssen – Frage 88!

Und ich freue mich, denn für diesen Bereich hat der Innenminister den Kommunen bereits Unterstützung angeboten – bis zu 50% könnten Sie sich da vorstellen, Herr Minister Stahlknecht, das konnte ich so aus der Presse und der Antwort zur kleinen Anfrage zur Fragestunde der Grünen gestern entnehmen – und sie baten die Unterstützung bei Sammelbeschaffungen an, um bessere Preise beim Anbieter zu erzielen. Das ist ein guter Anfang und ich habe Sie hier beim Wort genommen und in unserem Antrag die entsprechende Forderung bereits letzte Woche formuliert, die sie dabei unterstützen wird, das auch umzusetzen – ich denke, dass sie und die CDU-Fraktion damit unserem Antrag zustimmen werden, denn es war ja ihr Vorschlag, den ich hier nur nochmal schriftlich und nachlesbar aufgegriffen habe. Ich nehme Sie beim Wort - und die Bürgerinnen und Bürger in diesem Lande sowie der Städte- und Gemeindebund Sachsen-Anhalts sicherlich ebenso!

5. Problem – Brandbekämpfung aus der Luft

In Sachsen-Anhalt genauso wie in ganz Deutschland gibt es kein Löschflugzeug! Dies beantwortete die Frage 86. Das Land hat zur Lösung dieses Problem vor einiger Zeit die Kommunen angewiesen, bei gewissen Einsatzlagen die Löschhubschrauber der Bundespolizei anzufordern – so die Aussagen von Gemeinden meines Wahlkreises. Da gibt es jedoch hohe Hürden, dass es fast aussichtslos ist, im Einsatzfall Hilfe aus der Luft zu bekommen. Unsere Forderung ganz klar – das Land muss reagieren – wir fordern die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene stark zu machen, dass Löschflugzeuge im Bund angeschafft werden und bei extremen Witterungsbedingungen und Großeinsätzen bei Waldbränden die Luftunterstützung beim Löschen zu gewährleisten – das geht nur gemeinsam, mit allen!

Andere Länder Europas haben den Bedarf bereits erkannt z.B. Italien, Frankreich und Polen – warum nutzen wir in Deutschland dies als Dienstleistung Dritter, stellt sich für mich die Frage? Das waren die versprochenen 5 Probleme – und zur Lösung dieser haben wir den Ihnen vorliegenden Antrag mit klaren Forderungen formuliert.

Die Fraktion DIE LINKE fordert die Erhöhung der Zuweisungen des Landes zur Förderung kommunaler Investitionen im Brandschutz vor allem für die Anschaffung moderner Funkgeräte.

Die Kommunen sollen in ihrer Pflichtaufgabe Brandschutz stärker finanziell zweckgebunden unterstützt werden. Wir fordern: die Förderung des Landes von einer hauptamtlichen Kraft in Vollzeit für die freiwilligen Feuerwehren in den Mittelzentren als ersten Schritt in die richtige Richtung sowie die Aufstockung des Personals am IBK.

Wir fordern die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene stark zu machen um Regelungen, welche die Jahre der aktiven Einsatztätigkeit in den Freiwilligen Feuerwehren rentenrechtlich zu berücksichtigen – das sehen wir als echte Anerkennung von Lebensleistung im Ehrenamt und Wertschätzung der Einsatzkräfte.

Mehr finanzielle Mittel für die Kinder- und Jugendarbeit in den Jugendfeuerwehren müssen bereit gestellt werden!

Und wir fordern eine Evaluierung, ob der an die Gemeinden ausgereichte Anteil aus der Feuerschutzsteuer angesichts der Erhöhung der Einsatzzahlen überhaupt noch angemessen ist. Und daraus resultierend die Anpassung des auszureichenden Anteils aus der Feuerschutzsteuer nach oben.

Ich denke, diese Forderungen sind nur ein kleiner Schritt um den Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen für Ihre Einsatztätigkeit Tag für Tag und die Sicherheit in Sachen Brandschutz in unserem Land etwas Anerkennung zu zollen – und nun liegt es an Ihnen, diesen Antrag zu unterstützen.

Und ich werbe für unseren Antrag – denn es liegt Ihnen noch ein weiterer Antrag einer Oppositionsfraktion vor, der leider die Ideenlosigkeit der AfD widerspiegelt. Politiker, die Forderungen auf machen, die bereits existent sind, polemisieren und polarisieren – Innovation, Ideenreichtum und Bürgernähe sehen anders aus. Man muss den Menschen zuhören um zu erkennen was sie bewegt! Das vermittelt dieser Antrag nicht.

Und ich will mit einem Zitat enden: Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt!

Lassen Sie uns alle an eine demokratische und positive Entwicklung dieses Landes denken und unser Handeln an diesen Gedanken ausrichten – Sie haben nun die Gelegenheit mit der Zustimmung zu unserem Antrag den ersten Schritt dazu zu gehen, der Politik und Politikverdrossenheit gegenüber den regierenden Parteien in diesem Land etwas entgegenzusetzen. Es liegt in Ihrer Hand, meine Damen und Herren Abgeordnete!

Katja Bahlmann

Leistungsfähigkeit der Feuerwehren in Sachsen-Anhalt dauerhaft sichern

Stärkung des Ehrenamtes erforderlich

Der Link zum o. g. Antrag

https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/…/d3272dan.pdf...unser Antrag zur nächsten LT-Sitzung...mal sehen ob die Landesregierung bereit ist das Ehrenamt zu stärken!

Wir sind gespannt, wie mit dem Antrag , der aus der großen Anfrage der Fraktion DIE LINKE  und der Antwort der Landesregierung zur Situation der Feuerwehren im Land Sachsen-Anhalt hervorgegangen ist, umgegangen wird.

Katja Bahlmann

Informationsbesuch vor Ort

Landtagsabgeordnete informiert sich vor Ort

In meinem Wahlkreis informierte ich mich in Zeitz über die derzeitige Situation bei der Feuerwehr.
Müssen die Kameradinnen und Kameraden doch gerade in dieser Zeit sehr häufig zu Einsätzen ausrücken. Auf Grund der anhaltenden Trockenheit kam es vermehrt zu Bränden auf Feldern, Wiesen Straßengräben. Aber auch andere Brände mussten bekämpft werden wie Mülltonnen, Brände in leerstehenden Gebäuden und in Gebäuden, in denen Müll angebrannt wurde.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im zuständigem Fachbereich der Stadtverwaltung erläuterten, dass die Belastung der Kameradinnen und Kameraden sehr hoch ist und die Leistungsgrenzen erreicht sind. Wurde doch teilweise auch von einem zum anderen Einsatz gefahren, ohne regenerieren zu können, die Technik zu warten und wieder einsatzfähig machen zu können. Das verlangt von allen ein hohes Maß an Disziplin, Verantwortungsbewusstsein und körperlicher Fitness.
Ich habe großen Respekt vor dem Engagement der Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren der Stadt Zeitz und der Region. 
Ich danke allen für die große Einsatzbereitschaft recht herzlich und hoffe, dass alle gesund von den Einsätzen wieder nach Hause kommen.

Katja Bahlmann

Dank an alle Einsatzkräfte der Feuerwehren

 

 

Bedanken möchte ich mich hier ausdrücklich bei allen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren, die sehr viele Einsätze auf Grund der anhaltenden Trockenheit fahren müssen.

Ihre Einsatzbereitschaft ist vorbildlich und hilft, Leben zu retten, Werte zu sichern und Schäden zu begrenzen.

Wünschen darf ich Ihnen, dass Sie gesund nach Hause von den Einsätzen zurück zu Ihren Familien kommen.

Recht herzlichen Dank!!!!!!

 

 

Katja Bahlmann

26.06. - 10.08. 2018 - PARLAMENTARISCHE SOMMERPAUSE

26.06. - 10.08. 2018 - PARLAMENTARISCHE SOMMERPAUSE

Ab 30.07.2018 bin ich für Sie da.

Bei Frage oder Anliegen wenden Sie sich bitte an mein Wahlkreisbüro.

Katja Bahlmann

Landesregierung und Koalition lehnen zügige Rentenanpassung ab

Dazu erklärt die renten- und seniorenpolitische Sprecherin Katja Bahlmann:


„Auf Bundesebene wurde die Anpassung der Ost-Renten in einem Stufenplan bis 2025 beschlossen. Ein viel zu langer Zeitraum, der fast dreißig Jahre nach der Wende nicht hinzunehmen ist.

In der heutigen Debatte im Landtag zu unserem Antrag „Mehr Engagement des Bundes für Rentnerinnen und Rentner im Osten“ forderten wir neben einer Erhöhung des Bundesanteils an den Kosten der Zusatzversorgungssysteme der DDR auf 70 Prozent, die Angleichung der Rentenwertes Ost an den Rentenwert West bereits zum 01. Juli 2019 vorzunehmen.

Alle Fraktionen äußerten, für eine zeitnahe Angleichung der Renten einzutreten, konkretes Handeln blieb jedoch aus. Stattdessen beschlossen die Koalitionsfraktionen ihren Änderungsantrag, der sich – wie so oft – in dieser Frage um ein konkretes und früheres Datum herummogelte.
Würdigung und Anerkennung von Lebensleitung in Osten Deutschlands sieht für DIE LINKE anders aus.“
 

Katja Bahlmann, MdL

Renten- und seniorenpolitische Sprecherin

Magdeburg, 22.06.2018

Katja Bahlmann

Meine Rede zum Antrag der Fraktion Die Linke zur Feuerwehrkampagne

Hier ist der Link zum Film meiner Rede:

https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/plenarsitzungen/22-sitzungsperiode/#section-video-2-1

und der zur Übersicht über die Debatte:

https://l.facebook.com/l.php?u=https%3A%2F%2Fwww.landtag.sachsen-anhalt.de%2Fueber-eine-missglueckte-feuerwehr-kampagne%2F&h=ATPXmx8QbPG1u6Nmr0wxxedhj0K2GG8mL7oTzWW_4m7mAfRB9mgj1i7yzhQrlSr273qYx6VEp91qJrc6do6ptMuRswmM9VGCsrpSl1321Y_QXlzclSnpWtbOEUbok-CxEbzy&s=1 

oder einfach der Text:

 

Das Innenministerium startete im Februar 2018 eine Imagekampagne, um neuen Nachwuchs für die Feuerwehren des Landes zu gewinnen. Bei den Feuerwehrmännern und -frauen selbst stieß die Werbekampgange – insbesondere die unter anderem auf Plakaten und Bierdeckeln abgedruckten saloppen „Werbeslogans“ mit missglückten Wortspielen (Feierwehr – Firewehr – Feuerwehr) – auf Kritik. Der Landtag sollte daher auf Antrag der FraktionDIE LINKE die Landesregierung auffordern, neue Werbemaßnahmen zu entwickeln und die Basis diesmal stärker einzubeziehen. Die AfD-Fraktionbrachte einen Alternativantrag ein.

Mit Werbemitteln soll um die Gunst von zukünftigen Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen geworben werden. Foto: fotolia.com

Imageschädigende Feuerwehr-Kampagne

Zwar habe sich die Landesregierung um die Beilegung des Konflikts mit der Feuerwehr des Landes bemüht, doch gelöst sei er noch nicht, so Katja Bahlmann (DIE LINKE). Die Ansprüche einer glaubhaften Kampagne seien bislang nicht erreicht. Die Nutzung der produzierten Werbemittel (chauvinistisch, lächerlich, imageschädigend, so DIE LINKE) solle sofort eingestellt und eine neue Kampagne aufgelegt werden.

Werbekampagne bereits ein Erfolg

„Feuerwehr ist in Sachsen-Anhalt gelebte Heimat“, lobte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU). Die Werbekampagne sei weitläufig wahrnehmbar, inklusive Ideenwettbewerb für das Gewinnen von Nachwuchskräften. Auch soll in Unternehmen für die Beschäftigung und nötige Freistellung von Feuerwehrleuten geworben werden. Die Werbekampagne sei trotz aller Kritik ein Erfolg, so Stahlknecht.

Auf bessere Kommunikation setzen

Führungskräfte sowie die Kameradinnen und Kameraden hätten ihr Missfallen über die Imagekampagne sehr deutlich gemacht, erklärte Rüdiger Erben (SPD). Nun werde zwischen dem Feuerwehrverband und der Landesregierung auf eine bessere Kommunikation gesetzt. Werbung an sich sei aber weiter notwendig. „Feuerwehr muss attraktiver für Quereinsteiger werden“, sagte Erben.

Änderungsvorschläge von der AfD

„Die Feuerwehr ist eine wichtige und tragende Säule im ländlichen Raum“, befand Daniel Roi (AfD). Die Feuerwehr als „Feierwehr“ zu bewerben, könne nur ein Aprilscherz gewesen sein – der wiederum zumindest die Debatte um die Förderung der Feuerwehr angestoßen habe. Die AfD teile die Kritik an der Kampagne, so Roi. Änderungsvorschläge unterbreite seine Fraktion in ihrem Alternativantrag.

Werbekampagne nun auf gutem Weg

Werbung soll provozieren, betonte Sebastian Striegel (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN). Die Werbekampagne für die freiwillige Feuerwehr in Sachsen-Anhalt sei nach den Korrekturen durch Feuerwehrverbände und Landesregierung nun aber auf einem guten Weg. Wichtig sei es, umgehend Nachwuchs für die Verbände zu finden.

Gegen ein Umkrempeln der Kampagne

Das Anliegen des Linken-Antrags, Nachwuchskräfte für die Feuerwehr zu gewinnen, begrüße die CDU, so Chris Schulenburg (CDU). Dagegen spreche sie sich aber gegen ein völliges Umkrempeln der Kampagne aus. „Auch schlechte PR ist gute PR, solange man über sie spricht“, resümierte Schulenburg. Man habe bereits mit geringem Mitteleinsatz möglichst viel Aufmerksamkeit gewonnen.

Der Antrag der Fraktion DIE LINKE fand im Anschluss an die Debatte keine Mehrheit. Auch einer Überweisung wurde nicht zugestimmt. Der Alternativantrag der AfD-Fraktion wurde ebenfalls von der Mehrheit abgelehnt.

Katja Bahlmann

Antrag der Fraktion Die Linke zur Feuerwehrkampagne

Meine Rede im Landtag zu diesem Thema

Sehr geehrte Frau Präsidentin,

sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete,

einen schönen guten Morgen auch von mir….

Ich hatte nicht gedacht, dass mein erster Antrag in diesem Landtag solche Wirkung entfaltet, denn man konnte doch den Eindruck bekommen, dass kaum war die Tinte unter dem Antrag getrocknet, schon war Bewegung in die Lösung des Problems „Feuerwehrkampange“ gekommen. Ja, aber gelöst sind die Kritikpunkte im Zusammenhang mit der Kampagne für die Feuerwehren in Sachsen-Anhalt noch lange nicht,

nicht mit einer Klausurtagung und nicht mit einer Reduzierung auf noch bestehende Inhalte. Wir haben eine Feuerwehrkampagne, die die Wellen der Empörung und wahrlich berechtigte Kritik hochschlagen lässt, kaum ein Thema ist in den letzten Wochen so viel diskutiert worden, wie dieses.

Der in ihrem Koalitionsvertrag festgeschriebene Wille einer landesweiten Kampagne zur Mitgliedergewinnung der Feuerwehren ist lobenswert und soll anerkannt bleiben. Die dazu konzipierten Werbemittel der im Februar vorgelegten Kampagne erfüllen jedoch in keinster Weise die Ansprüche einer seriösen, glaubwürdigen Kampagne. Dies sieht nicht nur die Fraktion DIE LINKE so, nein, Landesweit haben die Inhalte der Kampagne bei den Mitgliedern der Feuerwehren für Aufschrei gesorgt, und ich finde zu Recht.

Und nicht nur für uns als Linke ist der sogenannten Werbespruch „Hab ich einen Brand“ oder der Bierdeckel mit der Aufschrift „Feierwehr“ am Ziel einer seriösen Mitgliedergewinnungskampagne vorbei geschossen. Nein, selbst aus den Reihen der Koalition, meine Damen und Herren Abgeordnete, hört man zu diesem Teil der Kampagne laute Kritik. So kann ich meinem Kollegen Rüdiger Erben nur beipflichten, der die Imagekampagne in seinem Grußwort zur Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Burgenlandkreis vor zwei Wochen als „einen Rohrkrepierer“ bezeichnete. Und als was der Chef des Feuerwehrverbandes Sachsen-Anhalt die Kampagne bezeichnet hat, will ich nicht wiederholen. Werbekampagnen sind immer Geschmackssache. Aber wenn diejenigen, die eine Kampagne führen sollen, sie nicht tragen, steht der Misserfolg schon fest! Wichtig für uns sind die deutlichen und klaren Einwände der Feuerwehren in diesem Land  gegen die Inhalte dieser Kampagne und nicht etwa die Geschmacksfragen. 

Die ganz deutlich wahrzunehmende Kritik hatte meine Fraktion bereits im März veranlasst im Ausschuss für Inneres und Sport im Rahmen eines Selbstbefassungsantrages über die Inhalte und Ausrichtung der Kampagne umfassend informieren zu lassen. Und eine Aussage des Herrn Ministers Stahlknecht im Ausschuss für Inneres und Sport auf Nachfrage meiner Kollegin Henriette Quade, inwieweit der Landesfeuerwehrverband und die Jugendfeuerwehr in die Entwicklung der Kampagne und in die Entscheidungen darüber einbezogen worden seien, machte mich im Nachhinein wirklich sehr stutzig. Wenn ich mich recht erinnere lautete die Antwort, dass der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes vollumfänglich einbezogen worden ist.

Nun fragte ich mich aber, warum dann am 3. April in der Mitteldeutschen Zeitung, genau eben von diesem Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes; Herrn Kay-Uwe Lohse, folgendes Zitat zu lesen war: „Man hat uns nicht nach unserer Meinung gefragt. Wir hätten uns mehr Einfluss gewünscht.“

Sieht so der Start einer erfolgreichen Kampagne aus?

 Ich sage, ganz klar – Nein!

Alleingänge in diesen Entscheidungsfragen sind in keinster Weise akzeptabel und für die Nutzer der Werbemittel niemals identitätsstiftend. Unser Antrag „Die Feuerwehrkampagne mit neuen Werbemitteln fortzusetzen“ bietet die Möglichkeiten nicht nur den Disput mit den „Nicht-Beteiligten“ offiziell und unter größtmöglicher Legitimation beizulegen, er versteht sich vor allem als Chance für einen Neustart der Kampagne mit neuen Werbemitteln unter Einbeziehung derer, die diese Kampagne zum Erfolg führen sollen – nämlich unsere Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen.

Und genau für diese Feuerwehrfrauen möchte ich an dieser Stelle sprechen, auch von ihnen kam inhaltliche Kritik. Wer der Meinung ist, dass eine Werbekampagne mit Werbespots in denen Frauen mit Küsschen für die Feuerwehr zu gewinnen sind, dem könnte man wohl auch zu recht Chauvinismus unterstellen. Eine solche Werbung ist nicht lustig – sie ist diskriminierend und hier hat wohl wieder die bereits mehrfach wissenschaftlich belegte Objektisierung der Frau Niederschlag gefunden. Die Nutzung solcher Werbemittel für ein gesellschaftlich wichtiges Anliegen muss zu Recht beendet werden und genau darauf zielt unser Antrag heute ab.

Wir fordern, die Nutzung der erstellten Werbemittel, Werbespots und Werbeslogans sofort einzustellen.

Um neue Werbemittel für  eine Kampagne mit breiter Zustimmung zu entwickeln, ist es notwendig auch inhaltlich die Nutzer der Kampagne umfassend einzubeziehen, dazu zählt unbedingt die Mitwirkung des Landesfeuerwehrverbandes und des Landesjugendfeuerwehrverbandes als Vertreter der Feuerwehren im Land.

Wir fordern, bis zum Ende des 2. Quartals 2018 die Vorstellung der neuen Werbemittel durch die Landesregierung im Ausschuss für Inneres und Sport sowie die Erläuterung der erneuten Finanzierung.

Wer so leichtfertig mit Steuergeldern umgeht darf nicht erwarten, dass das Budget für die Imagekampagne vom Landtag einfach mal so aufgestockt wird. Wir fordern hier den Innenminister ganz klar auf aus seinem Verfügungsfond Mittel für die Neukonzipierung der Werbemittel zur Verfügung zu stellen oder vielleicht sollte man sich auch überlegen ob man nicht das Budget der Innenministerkonferenz um genau diesen Posten der bisher ausgegebenen ca. 55.000 Euro für die Imagekampagne reduziert – das wäre für uns eine Maßnahme zu der wir jederzeit unsere Zustimmung geben könnten. Aber ich habe heute bei Radio Brocken auch bereits gehört, dass sich der Innenminister selbst Gedanken zur Finanzierung neuer Werbemittel gemacht hat. Er bezeichnete die Kampagne im Interview als Exportschlager nach Nordrhein-Westfahlen und wenn das so ist, dann müssten wir natürlich dafür auch eine entsprechend Vergütung verlangen.

Die Kampagne hat mit einem Schlag viel am Image der Feuerwehren mit Sprüchen „Feierwehr“ und „Hab ich einen Brand“ zerstört. Es hat den Feuerwehren lange Jahre Arbeit gekostet, genau dieses Klischee der feucht-fröhlichen Feierrunde abzuschaffen, dafür reicht eine einfache Entschuldigung nicht aus um dem erlittenen Imageverlust überhaupt gerecht zu werden – zerstört ist ein Image schnell – dieses wieder zu heilen wird uns in der Folge noch eine Menge Geld kosten.

Wir fordern Sie weiterhin auf, Herr Innenminister, uns konkret Rechenschaft darüber abzulegen, wie es überhaupt zu diesem Alleingang, den ich hier dargelegt habe, gekommen ist.

Wie es dazu kam, dass wissentlich Unwahrheiten im Ausschuss an die Landtagsmitglieder ausgereicht worden sind – dazu haben Sie nun ausführlich hier die Gelegenheit.

Im Ausschuss für Inneres und Sport wurde weiterhin dargestellt, dass Kritik nur vereinzelt kam und Werbung eben Geschmackssache ist und auch, dass die Pakete mit der Werbung im ganzen Land zur Nutzung verteilt worden sind und nun soll alles nur ein Vorschlag gewesen sein?

Wer sich nach dieser harschen Kritik hinstellt und so tut, als sei alles nur ein Witz gewesen, man hätte eben mal Aufmerksamkeit erregen wollen und es habe sich lediglich um Vorschläge gehandelt, dem kann ich nur sagen, das ist Geldverschwendung in der absurdesten Form, das ist nicht glaubhaft und stellt die Kompetenz mit der diese Kampagne erdacht und umgesetzt worden ist infrage. Und um mit einem weiteren Zitat aus den sozialen Medien über diese Kampagne zu sprechen: „Für dieses Kneipenniveau auf höchster Landesebene kann man nur tiefe Verachtung haben.“

Selbstkritik ist nicht Jedermanns Stärke, gehört aber zum Erfolg jeglichen Handelns dazu - eine konstruktive, fachliche und politische Auseinandersetzung mit den kritischen Inhalten der Kampagne ist hier uneingeschränkt angebracht – auch dies können Sie jetzt durchaus tun.

Mit der Zustimmung zu unserem Antrag, geben Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, dem Ministerium für Inneres und Sport und dem Innenminister selbst die Möglichkeit unter parlamentarischer Begleitung gemeinsam in enger Abstimmung mit den Feuerwehren neue, fundierte, inhaltlich korrekte Werbemittel vorzulegen und nicht über deren Köpfe hinweg erneut Entscheidungen zu treffen.

Als Reaktion auf unseren Antrag haben wir nun heute einen Alternativantrag der AfD vorliegen, der unter anderem die Forderung nach einer Feuerwehrrente in Sachsen-Anhalt auf macht. Ich kann nur sagen, dieser so eingebrachte Antrag ist überflüssig, da es in Sachsen-Anhalt bereits seit Jahren eine Feuerwehrrente der ÖSA gibt.

Sicher sind wir der Meinung, dass diese Feuerwehrrente bei weitem nicht den Zweck erfüllt, den sie haben sollte, da sie eine private Zusatzversicherung unter Beteiligung der Kommunen und der Feuerwehrmänner und –frauen ist.

Und, dass diese nur so marginal genutzt wird spricht für die Praxisuntauglichkeit dieser Versicherung.

Der Alternativantrag der AfD ist abzulehnen. Er stellt einen Eingriff des Landes in die kommunale Selbstverwaltung der Gemeinden dar und das geht nicht, liebe Kolleginnen und Kollegen.

Eine Feuerwehrrente macht nur Sinn, wenn die Mitglieder der Feuerwehren für ihre aktive Dienstzeit Rentenpunkte zur gesetzlichen Altersversorgung angerechnet bekommen.

Dies geht nur über die Bundesgesetzgebung und somit über eine Bundesratsinitiative. Der Antrag abzulehnen, da er überaus diskriminierend gegenüber unseren Bürgerinnen und Bürgern daher kommt, wer sich nur an die körperlich leistungsfähigsten jungen Menschen dieser Gesellschaft richtet – schließt andere aus und das dürfen wir nicht hinnehmen.

Aus diesem Grunde werbe ich um Zustimmung für unseren Antrag auch als Signal an die Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen im Land, dass Ihre wichtige Aufgabe das Retten – Löschen – Bergen auch für uns alle eine Wichtige darstellt und wir ihre ehrenamtliche Leistung hoch schätzen.

Herzlichen Dank

Katja Bahlmann

Erklärung zum heutigen Artikel in der Magdeburger Volksstimme „Streit um Feuerwehrkampagne ist vorerst beigelegt“

Zum heutigen Artikel „Streit um Feuerwehrkampagne ist vorerst beigelegt“ in der Magdeburger Volksstimme erklärt die Sprecherin für Rettungsdienst, Feuerwehr, Brand- und Katastrophenschutz Katja Bahlmann:

„Es ist zunächst zu begrüßen, dass Innenminister Holger Stahlknecht die misslungene Werbekampagne für die Feuerwehren im Land in gemeinsamer Klausur mit den Kreisbrandmeistern thematisiert und am Ende die Einigung steht, dass die weiteren Schritte der Kampagne von den Chefs der Feuerwehren mitgetragen werden. Zumindest im Hinblick auf die mangelnde Kommunikation zwischen dem Innenministerium und den Feuerwehren ist damit ein Schritt in die richtige Richtung erfolgt.

Gleichwohl darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass die vorgestellten Inhalte der Feuerwehrkampagne einen Flurschaden hinterlassen haben. Gelinde ausgedrückt waren sie alles andere als identitätsstiftend für die Feuerwehren vor Ort. Vielmehr haben sie massiv an deren Image gekratzt. Wenn sich Männer und Frauen freiwillig dem Brand- und Katastrophenschutz verpflichten und dabei unter Umständen ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren, darf es zu guter Letzt nicht verwundern, wenn man ihnen mit einer Kampagne, die von der Feuerwehr das Bild einer dem Alkohol zugeneigten Feiertruppe vermittelt, gehörig auf die Füße tritt.

Nach wie vor sind diese kritischen Inhalte nicht korrigiert. Und nach wie vor bleibt der Innenminister die Antwort schuldig, wie es im Verlauf der Entwicklung der Feuerwehrkampagne überhaupt so weit kommen konnte, dass es nun einen Scherbenhaufen mühsam wieder zusammenzukehren gilt. Wer ist für die Inhalte der Feuerwehrkampagne verantwortlich und wer für die mangelnde Kommunikation und Beteiligung der Feuerwehren im Vorfeld? Diese Fragen stellt die Fraktion DIE LINKE auch vor dem Hintergrund möglicher personeller Konsequenzen.

Mit ihrem Antrag zur kommenden Landtagssitzung will die Fraktion DIE LINKE zudem erreichen, dass die Werbekampagne für die Feuerwehren im Land unter breiter Beteiligung inhaltlich komplett neu konzipiert wird. Erst wenn dies erreicht ist, kann man wirklich davon sprechen, dass der Streit um die Kampagne beigelegt sei.

Magdeburg, 16. April 2018

Katja Bahlmann

Teilnahme an der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes des BLK

Mitgliederkampagne ist nachzubessern

..ich denke hier gehört Nachbesserung her, dies war auch Stimmung zur Delegiertenversammlung des Feuerwehrverband Burgenlandkreis, auch aus Teilen der Koalition...

Und das schreibt die MZ am 09.04.2018 dazu:

Kampagne heiß diskutiert

VON ANGELIKA ANDRÄS

FEUERWEHR Die Slogans und Videos des Landes werfen Fragen auf.

ZEITZ/MZ - Die Kritik an der Feuerwehrkampagne des Landes Sachsen-Anhalt teilt auch die Zeitzer Landtagsabgeordnete Katja Bahlmann (Die Linke). Ihre Fraktion griff die massive Kritik aus den Reihen der Feuerwehren auf und machte sie bereits zum Thema in der Sitzung des Ausschusses für Inneres und Sport im März im Landtag. "Auf die direkte Nachfrage, inwieweit die Feuerwehren und der Landesfeuerwehrverband an der Erstellung der Kampagne beteiligt waren, wurde vom Ministerium für Inneres und Sport klargestellt, dass sowohl der Landesfeuerwehrverband und der Landesbrandmeister als auch eine Werbeagentur an der Entstehung der Kampagne beteiligt waren", erklärt Katja Bahlmann. Doch nun sieht es ganz anders aus.

Nicht nur Verwunderung löst nämlich in diesem Zusammenhang die nun wiederholt geäußerte Kritik aus den Reihen des Landesfeuerwehrverbandes und der Feuerwehren aus. Die Aussage des Chefs des Landesfeuerwehrverbandes Kai-Uwe Lohse in Bezug auf die Feuerwehrkampagne zitiert Bahlmann aus einem MZ-Beitrag: "Man hat uns nicht nach unserer Meinung gefragt. Wir hätten uns da mehr Einfluss gewünscht." Für sie stellen diese Worte die Aussagen des Ministeriums in Frage.

Nicht alle Feuerwehrleute finden Slogans, wie "Dein Date ist nicht spritzig genug - Spritzig ist unser zweiter Vorname" oder "Hab ich einen Brand - Dann komm doch löschen" wirklich lustig. Und noch weniger sehen sie es als Anregung, die Reihen der Ehrenamtlichen zu verstärken. Auch von Zeitzer ehrenamtlichen Feuerwehrleuten kommt Kritik. Sie fühlen ihr Engagement mit der Kampagne eher abgewertet, als gestärkt.

Die Landtagsabgeordnete findet auch selbst Teile der Kampagne zumindest fragwürdig und nicht unbedingt dazu geeignet, tatsächlich Nachwuchs und neue Mitglieder für die Feuerwehren im Lande zu finden. "Die Kritik und die offensichtlichen Widersprüche lassen aus Sicht der Fraktion Die Linke die Überlegung zu, Teile der Kampagne in Frage zu stellen und diese unter möglichst breiter Beteiligung neu zu konzipieren", so Bahlmann. In der kommenden Woche soll erneut darüber gesprochen werden.

Aktuell

„Kampagne unter Feuer“

Wie weiter mit der Mitgliederkampagne?

Zum heutigen Artikel in der Mitteldeutschen Zeitung „Kampagne unter Feuer“ erklärte die Abgeordnete der Fraktion Katja Bahlmann:

Feuerwehrkampagne unter möglichst breiter Beteiligung neu konzipieren

Die Kritik an Feuerwehrkampagne bleibt unbenommen. Im Rahmen der Selbstbefassung griff die Fraktion DIE LINKE die massive Kritik aus den Reihen der Feuerwehren auf und machte sie bereits zum Thema in der Sitzung des Ausschusses für Inneres und Sport am 22. März 2018. Auf direkte Nachfrage inwieweit die Feuerwehren und der Landesfeuerwehrverband an der Erstellung der Kampagne beteiligt waren, wurde vom Ministerium für Inneres und Sport klargestellt, dass sowohl der Landesfeuerwehrverband und der Landesbrandmeister als auch eine Werbeagentur an der Entstehung der Kampagne beteiligt waren.

Nicht nur Verwunderung löst in diesem Zusammenhang die nun wiederholt geäußerte Kritik aus den Reihen des Landesfeuerwehrverbandes und der Feuerwehren aus. Die Aussage des Chefs des Landesfeuerwehrverbandes in Bezug auf die Feuerwehrkampagne, Kai-Uwe Lohse, der wie folgt im o.g. Artikel zitiert wird: „Man hat uns nicht nach unserer Meinung gefragt. Wir hätten uns da mehr Einfluss gewünscht.“ stellt die Aussagen des Ministeriums in Frage.

Die Kritik und die offensichtlichen Widersprüche lassen aus Sicht der Fraktion DIE LINKE die Überlegung zu, Teile der Kampagne in Frage zu stellen und diese unter möglichst breiter Beteiligung neu zu konzipieren.

Magdeburg, 03.04.2018

 

Katja Bahlmann (MdL) Burgenlandkreis Wahlkreis

Einladung zum Internationalen Frauentag

Frauenfrühstück in Zeitz

Am Mittwoch, den 07.03.2018 lade ich interessierte Frauen und Mädchen recht herzlich zum

Frauenfrühstück  ein.

Wir treffen uns um 10:00 im Zeitzer Wahlkreisbüro Neumarkt 12.

Ein Voranmeldung ist hilfreich, da nur eine begrenzte Platzkapazität vorhanden ist.

Ich freue mich auf interessante Gespräche.

Katja Bahlmann, (MdL)

 

Katja Bahlmann (MdL) Burgenlandkreis Wahlkreis

Einbruch bei der Feuerwehr

Warum wird ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden so etwas angetan?

Pressemitteilung

Betreff: Zum MZ-Artikel vom 27.02.2018 - Einbruch bei der FFW Deuben

Straftat beschädigt Ehrenamt

Einbruch ist eine Straftat, aber dass Einbrecher ehrenamtliche Helfer der FFW in Deuben heimsuchten um sich zu bereichern, ist nicht nur strafrechtlich zu ahnden - nein, es ist in besonderem Maße verwerflich. Kameradinnen und Kameraden, die mit ihrer Einsatzbereitschaft im Ehrenamt Menschen helfen, ihre freie Zeit gern für diese Hilfe einsetzen und oftmals ihr eigenes Leben und ihre Unversehrtheit für andere riskieren, sind auf eine vollständig vorhandene, ordentlich funktionierende Ausrüstung angewiesen. Warum bestrafen die Täter die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer und die Gesellschaft in diesem besonderem Maße? Bei der Brandbekämpfung oder anderen Einsätzen geht es um Minuten, um schnell am Einsatzort zu sein, Menschenleben zu retten, Gefahren zu beseitigen um weiteren Schaden abzuwenden. Gestohlene Ausrüstung verzögert Einsatzzeiten, wenn Material von anderen Wehren geordert werden muss und erhöht in besonderem Maße die billigende Inkaufnahme, dass Menschenleben vielleicht nicht gerettet werden können. Täterinnen oder Täter sollten sich klar machen, wie schwer es ist, Finanzmittel für die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren zu bekommen oder welche Aufwendungen es an freiwilligen Stunden bedeutet, die Technik, die Gerätehäuser und Fahrzeuge zu warten und zu pflegen? Ich bin einfach fassungslos und hoffe, dass die Täter bald gefasst werden. Wenn sie sich freiwillig stellten wäre das noch besser.

Katja Bahlmann, (MdL)

 

Katja Bahlmann (MdL) Burgenlandkreis Wahlkreis

Hilfe für vom Orkantief "Friederike" Geschädigte

Wie hilft das Land bei der Beseitigung entstandener Schäden

An die Landesregierung hat Frau Katja Bahlmann, MdL eine Kleine Anfrage zum Orkan „Friederike“ und seinen Folgen gestellt. Auf die Frage, ob und wie das Land bei der Beseitigung entstandener Schäden hilft, informierte Finanzminister André Schröder (CDU), dass das Finanzministerium mit Steuererleichterungen geschädigten Sachsen-Anhaltern unter die Arme greifen will. Auf seiner Homepage informiert dazu das Finanzministerium (Steuerliche Sonderregelungen zum Orkantief "Friedrike" 2018), dass zu diesen Hilfen folgende Maßnahmen gehören:

  1. Inhabern von Forstflächen wird für Gewinne aus der Nutzung des sog. Kalamitätsholzes unter erleichterten Voraussetzungen der Steuersatz von einem Viertel des durchschnittlichen Steuersatzes gewährt.
  2. Aufwendungen zur Beseitigung der Unwetterschäden am Grund und Boden können sofort als Betriebsausgaben abgezogen werden.
  3. Für Aufwendungen zum Wiederaufbau von ganz oder zum Teil zerstörten Gebäuden (Ersatzherstellung) und für Eatzbeschaffungen für vernichtete oder verloren gegangene bewegliche Anlagegüter kommen Sonderabschreibungen in Betracht.
  4. Für die Beseitigung von Schäden an vermieteten Gebäuden gelten Nachweiserleichterungen.
  5. Müssen Betroffene Schäden am eigenen selbst genutzten Haus reparieren, können die Aufwendungen als außergewöhnliche Belastungen berücksichtigt werden.

In dem Erlass an die Finanzämter wurden die Steuerlichen Maßnahmen zur Berücksichtigung der durch den Orkan „Friederike“ am 18. Januar 2018 entstandenen Schäden in Sachsen-Anhalt zusammengefasst.

Katja Bahlmann (MdL) Burgenlandkreis Wahlkreis

Im Wahlkreis unterwegs

Mit Dagmar Zoschke, (MdL) bei der Caritas

Osterfeld. HH. Heute waren wir zu Besuch in der Werkstatt für Behinderte Menschen in Osterfeld . Gemeinsam mit Dagmar Zoschke besprachen wir die künftige gemeinsame Zusammenarbeit.  Herzlichen Dank für das angenehme Gespräch.

Aktuelle Pressemeldungen

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Katja Bahlmann (MdL) Burgenlandkreis Wahlkreis

Landesseniorenvertretung und Seniorenbüro Hohenmölsen in Klausur

Engagiert älter werden - Innovative Senior*innenpolitik gemeinsam mit und für ältere Menschen in Sachsen-Anhalt

Hohenmölsen. Nicht nur der Landrat des Burgenlandkreises, nein auch Bürgermeister und Bürgermeister der Umlandgemeinden sowie der Seniorenbeirat des Landkreises und Kreisverwaltung trafen sich an diesem Mittwoch um die weitere Zusammenarbeit und Inhalte derer zu besprechen. Das Einführungsstatement des Landrates war sehr erfrischend und er legte noch einmal dar, dass – Zitat: „jede Gemeinde ist klug beraten, einen Seniorenbeirat zu haben“ und „die gute Zusammenarbeit ist wichtig um Interessen der Seniorinnen und Senioren zu vertreten.“ Das sind klare Worte pro Seniorenbeiräte und dies könnte helfen die 3 „weißen Flecke“ ohne Beirat im Burgenlandkreis zu schließen – die Unterstützung versprach Ulrich bereits. Ergebnis der Diskussionsrunde war es aus dem Erfahrungsschatz der Senioren für die Bildung von Kinder und Jugendlichen zu schöpfen, jede Gesellschaft tut gut daran diese Erfahrung an die jüngere Generation weiterzugeben.

Generationen übergreifendes Erziehen und Bilden wird leider immer seltener, ist aber sehr wichtig für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen, die Vereinsamung von Senioren war ein großer Schwerpunkt und natürlich die weitere Zusammenarbeit mit der Landesseniorenvertretung. Verabredet wurde die Teilnahme am Tag der Senioren in Weißenfels am 30. Mai 2018 in Schumanns Garten. Katja Bahlmann berichtet über nächste Schritte ihrer Arbeit, wie zur Großen Anfrage zur Altersarmut im Bund und zum Antrag Rentenangleichung OST/WEST im Land. Sie war übrigens die einzige Landtagsabgeordnete, die der Einladung des Seniorenbüro gefolgt ist. Dies wurde gegenüber den Teilnehmer auch sehr kritisch bemerkt.

4 Fotos von der Klausur

Katja Bahlmann (MdL) Wahlkreis

Barrierefreier Wohnraum in Zeitz gefragt!

Besuch der Wohnungsbaugesellschaft mbH Zeitz

Zeitz. Die Wohnungsbaugesellschaft mbH Zeitz hat die Zeichen der Zeit schon lange erkannt. Im Gespräch mit Katja Bahlmann berichtete Jörg Stolper, dass er sich auch für Zeitz noch mehr bezahlbaren barrierefreien Wohnraum für Seniorinnen und Senioren, behinderte Menschen und Familien vorstellen kann. Der Idee der linken Landtagsabgeordneten und der Kreisarbeitsgemeinschaft Senioren DIE LINKE. zu einem Wohnprojekt für Senioren mit barrierefreien Wohnungen, Gemeinschaftsräumen und gemeinsamer Unterstützung im täglichen Leben fand bei ihm Anklang. Er würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und forciert in naher Zukunft ein Projekt zum generationsübergreifenden Wohnen für Senioren und Familien mit gegenseitiger Unterstützung nach dem Großfamilienprinzip.

Die Unterstützung für Gespräche und Kontaktvermittlung mit weiteren Akteuren haben wir gemeinsam vereinbart. So sollte es gelingen für die Menschen in Zeitz etwas Gutes zu schaffen. Wir bleiben am Ball!

Katja Bahlmann (MdL) Burgenlandkreis Wahlkreis

Im Wahlkreis unterwegs

Neujahrsempfang der Feuerwehr Hohenmölsen und des Burgenlandkreises

Heute war ich zuerst beim Neujahrsempfang der Feuerwehr Hohenmölsen und danach beim Neujahrsempfang des Burgenlandkreises.
In den dabei geführten Gesprächen konnte ich Dinge für meine Landtags- und Wahlkreisarbeit mitnhmen und weitere Gesprächstermine vereinbaren.

Neujahrsempfang der Feuerwehr Hohenmölsen
Foto: Neujahrsempfang der Feuerwehr Hohenmölsen
Neujahrsempfang des Burgenlandkreises
Foto: Neujahrsempfang des Burgenlandkreises
Neujahrsempfang des Burgenlandkreises
Foto: Neujahrsempfang des Burgenlandkreises
Katja Bahlmann (MdL) mit Birke Bull-Bischoff (MdB) beim Neujahrsempfang
Foto: Katja Bahlmann (MdL) mit Birke Bull-Bischoff (MdB)
Ehrengast Bundesminister Siegmar Gabriel (SPD)
Foto: Bundesminister Siegmar Gabriel (SPD)

Katja Bahlmann (MdL)

Kontakt

Landtagsbüro
Katja Bahlmann (MdL)
Domplatz 6-9
39104 Magdeburg
Tel.: 0391-5605113
e-mail: wkb-zeitz(at)katja-bahlmann.de

Wahlkreisbüro
Neumarkt 12
06712 Zeitz
Tel.: 03441-2883554
Fax: 03441-2871224
e-mail: wkb-zeitz(at)katja-bahlmann.de